Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 30.11.2018


Bezirk Imst

AMS Imst mit positiven Zahlen

Im Oktober waren im Bezirk Imst 37 Personen über 50 Jahre weniger als im Vorjahr von Arbeitslosigkeit betroffen.

© ParthNoch ist das Imster AMS-Team komplett: Christoph Neururer mit Luise Mungenast, Gunda Amprosi und Charly Friskovec (v.l.).



Von Thomas Parth

Imst – Die „Miss Tourismus“ des Imster Arbeitsmarktservice, Luise Mungenast, verlässt ihren Arbeitgeber mit 1. Jänner 2019 in Richtung Pension. Die stellvertretende AMS-Leiterin war 38 Jahre für Arbeitsuchende im Einsatz. „Ich habe stets versucht, speziell für den Tourismus eine Lanze zu brechen“, gesteht Mungenast gerne. Nicht zuletzt ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass ein breites Umdenken in der Branche Einzug gehalten hat. „Man hat verstanden, dass laufende Personalfluktuation Geld kostet. Heute wird weit mehr in die Mitarbeiter investiert, weshalb Gastronomie und Hotellerie nicht mehr dieselben sind wie vor 20 Jahren“, streut Mungenast den Bemühungen der Unternehmer Rosen. Moderne Mitarbeiterunterkünfte seien in der Hotellerie mittlerweile üblich. „Gesundheitsseminare für Mitarbeiter, Zugang zu Wellnessanlagen sowie ein ordentliches Lohnniveau zeigen, dass die Tourismusbetriebe ihre Angestellten bis zum Saisonende halten wollen“, zeigt Mungenast auf. Qualifizierungsoffensiven und Ausbildungsverbünde würden überdies verstärkt in Anspruch genommen. Das AMS unterstützt hierbei sowohl Betriebe als auch Arbeitnehmer. Die Attraktivierung der Lehre, nicht nur im Tourismus, sei ein gemeinsames Ziel mehrerer Sozialpartner.

Als besonders erfreulich neben den durchwegs guten Kennziffern wie der Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent sei der Rückgang der Altersarbeitslosigkeit. „Wir erkennen seit Jahresbeginn einen tirolweiten, positiven Trend, der alle Branchen betrifft“, bestätigt AMS-Leiterin Gunda Amprosi. Im Oktober waren im Bezirk Imst 37 Personen über 50 Jahre weniger als im Vorjahr von Arbeitslosigkeit betroffen. Charly Friskovec zeigt auf, dass im Vergleich zu 2017 rund 7,5 Prozent weniger Anträge auf Sozialleistungen gestellt wurden. Auffällig seien die Zunahmen bei der Bildungskarenz sowie bei der Altersteilzeit. „Ich sehe die Altersteilzeit als eine soziale Leistung der Betriebe gegenüber ihren langjährigen Mitarbeitern und damit als gutes Zeichen“, so Friskovec.

Christoph Neururer sieht den Fachkräftemangel als branchenübergreifende Herausforderung.

Luise Mungenast übergibt an ihren Nachfolger Christoph Neururer.
- Parth



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