Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 14.12.2018


Exklusiv

Tiroler Millionär mit großen Deals und Arena-Plan in Seefeld

Der Tiroler Selfmade-Millionär Christian Jäger dirigiert 27 Unternehmen. Inklusive aller Beteiligungen habe er zuletzt gut 200 Millionen Euro umgesetzt.

Christian Jäger hat etliche bekannte Kampfsportler unter Vertrag und will in diesem Bereich am Millionenrad drehen.

© JaegerChristian Jäger hat etliche bekannte Kampfsportler unter Vertrag und will in diesem Bereich am Millionenrad drehen.



Seefeld, München – Christian Jäger ging vor 30 Jahren nach Deutschland, „um neue Ideen zu suchen“, wie er gegenüber der TT sagt. Heute zählt der Tiroler insgesamt 27 Unternehmen in seiner Gruppe, die in unterschiedlichen Branchen wie Dienstleistungen, Immobilien, der Verlagsbranche bis hin zum Sportmanagement tätig ist. Inklusive aller Beteiligungen habe man zuletzt gut 200 Mio. Euro umgesetzt. Neben dem Hauptsitz in Seefeld gibt es weitere Stand­orte in München, Hamburg, Stockels­dorf bei Lübeck, Berlin, Leipzig und Wien.

Als Immobilieninvestor entwickle er eigene Wohn- und Gewerbeimmobilien, aber auch Hotels vor allem in deutschen Ballungszentren wie München, Hamburg oder Leipzig, sagt Jäger. Die von ihm gegründete Marke Leonardo Hotels verkaufte er dann an den israelischen Unternehmer David Fatall. Als Investor suche er immer wieder neue Firmen, so u. a. das Unternehmen Quanta, das multifunktionale Hämodialyse-Systeme herstelle, die für Dialyse-Patienten „sowohl bequem zu Hause als auch in Kliniken eingesetzt werden können“. Weitere Projekte in der Medizintechnik befänden sich gerade in der Pipeline.

Gute Umsätze macht der Tiroler mit seinem EMS-Trainingsanzug von Easy Motion Skin, der via Elektro-Muskelstimulation bis zu 90 % der Körpermuskulatur trainieren würde. „EMS-Workouts verbrauchen dreimal mehr Kalorien und sind bis zu 18-mal effizienter als klassische Trainings“, betont Jäger. Fans des Geräts seien u. a. Rodel-Weltmeister Wolfgang Kindl, Golfer Markus Brier, Superstar Andrea­s Gabalier oder Schauspiele­r Ralf Moeller.

Im Jahr 2015 stieg Jäger mit seiner Firma Global Sports Management als Investor, Manager und Promoter in den Kampfsport ein. 2017 wurd­e der als Flüchtling nach Deutschland gekommene Manuel Charr unters Jägers Ägide zum WBA-Schwer­gewichtsweltmeister. Der jüngst in der Lanxess-Arena in Köln geplante WM-Kampf platzte, weil Charr gedopt war. Ein Tiefschlag auch für Jäger, der dabei neben dem Vertraue­n in seinen Schützling auch viel Geld verlor. Jetzt landete der Tiroler aber den nächsten Coup und verpflichtete die fünf­fache Boxweltmeisterin Christina Hammer. Stark engagiert ist Jäger beim globalen Big Business der MMA Fights, bei denen er mittlerweile gleich 20 internationale Kämpfer unter Vertrag hat. „Diese Kämpfe kombinieren verschiedene Kampfsportarten wie Boxen, Kickboxen, Taekwondo, Muay Thai, Karate, aber auch Ringen oder Judo, und sind deshalb extrem spektakulär.“

Am Firmenareal in Seefeld (Besucher werden u. a. mit einem elf Tonnen schweren Buddha aus China und einem ausgestopften Nashorn „begrüßt“) bietet Jäger seinen Sportlern Möglichkeiten für Trainings plus Unterbringung in seiner Alpen-Chalet-Anlage Wildmoos. Sein Alpen-Chalet Wildmoos diente jüngst auch als Kulisse für die Dreharbeiten für die Aufzeichnung der prominent besetzten Weihnachtsshow von SAT1, die am 19. Dezember um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird.

Mit Hochdruck laufen laut Jäger die Planungen für eine größere Sportarena, die Austragungsort für Veranstaltungen und Treffpunkt für Veranstaltungen werden soll. (va)