Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.01.2019


Bezirk Imst

Arzl baut sich nun selber ein Heizkraftwerk

Die e5-Gemeinde jongliert heuer mit einem Fast-7,6-Millionen-Euro-Budget. Weil die Fernwärme nach gut 20 Jahren eingestellt wird, ist Arzl selber aktiv.

Die Gemeindegebäude im Arzler Dorfzentrum sollten auch in Zukunft durch ein eigenes Heizkraftwerk beliefert werden.

© ParthDie Gemeindegebäude im Arzler Dorfzentrum sollten auch in Zukunft durch ein eigenes Heizkraftwerk beliefert werden.



Von Alexander Paschinger

Arzl i. P. – 2019 wird auch für Arzl das letzte Jahr mit der „altbewährten Kameralistik“, wie es Vizebürgermeister Andreas Huter bei der Budgetsitzung ausdrückte. Ab 2020 gilt dann die doppelte Buchführung. Und da haben die Gemeindemitarbeiter bereits volle Arbeit geleistet, so Bürgermeister Josef Knabl: Das gesamte Gemeindeeigentum vom Tisch über Gebäude bis hin zu den Straßen – alles wurde erfasst. Für heuer arbeitet die Gemeinde Arzl mit insgesamt knapp 7,6 Millionen Euro im ordentlichen und außerordentlichen Haushalt. Dabei stechen einige Projekte besonders hervor:

schnellen Internets (LWL) in Wald : „Das ist noch ein weißer Fleck und wir haben die Zusage für eine 75-prozentige Förderung“, erklärt Knabl. Dieses Vorhaben, das auch im Rahmen des regionalwirtschaftlichen Programms Pitztal stark gefördert wird, ist für ihn ein wichtiges Anliegen. Immerhin geht es um eine Gesamtinvestition zwischen 900.000 und einer Million Euro. Das dürfte aber nicht das einzige Leitungsprojekt im Gemeindegebiet bleiben, denn „die Tigas interessiert sich auch wieder für einen weiteren Ausbau“, berichtet der Bürgermeister. Schwerpunkt Leins hat Knabl im Blick: Es geht um die Gestaltung des dortigen Fußballplatzes, aber auch Verbesserungen bei Schule, Kindergarten und Wohnungen – rund eine Million Euro sollten dort insgesamt investiert werden.

Daneben hat der Arzler Bürgermeister freilich noch viele andere Projekte für das Jahr 2019 anzuführen. Da sind zum einen Asphaltierungen im Bereich Osterstein anzuführen oder die Behebung des Nadelöhrs auf der Straße zwischen Wald und Roppen bei der Kapelle um 200.000 Euro. Oder auch die Erschließung der „Steige“ für den Wohnbau.