Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.01.2019


Osttirol

Mehr Kulinarik im Tourismus: Moser und Sander treten bei TVB-Wahl an

Die Haubenköche Ernst Moser und Hans Peter Sander treten mit der „Unabhängigen Liste für Kulinarik und Regionalität“ bei den TVB-Wahlen am 29. Jänner an.

Die Haubenköche Ernst Moser (l.) und Hans Peter Sander kandidieren bei der TVB-Wahl. Sie wollen die Kulinarik stärken.

© Ernst MoserDie Haubenköche Ernst Moser (l.) und Hans Peter Sander kandidieren bei der TVB-Wahl. Sie wollen die Kulinarik stärken.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Zwei Haubenköche wollen künftig im Tourismusverband Osttirol mitmischen: Ernst Moser und Hans Peter Sander. Sie treten mit der „Unabhängigen Liste für Kulinarik und Regionalität“ bei den TVB-Wahlen am 29. Jänner an. Sander (Tirolerhof Dölsach) führt die Liste in der Stimmgruppe 2 an, Moser (Restaurant Saluti, Matrei) die Liste in der Stimmgruppe 3.

Ernst Moser sitzt bereits seit etwas über einem Jahr im Aufsichtsrat des TVB. Er hatte 2017 auf der Liste von Franz Theurl kandidiert. Zufrieden war er nicht. „Ich konnte mit meinem Wunsch, die Kulinarik zu fördern, nicht wirklich durchdringen“, begründet Moser den Schritt zur eigenen Liste.

Dabei werde gutes Essen immer wichtiger, um Gäste zu gewinnen, meinen beide Meisterköche: „Die Leute werden älter, sie legen mehr Wert auf Qualität“, erklärt Moser. Die Spitzengastronomie werde nicht genügend vermarktet, begründen Moser und Sander ihr Engagement. „Dabei haben wir 13 Haubenbetriebe in Osttirol“, so Moser.

In den Stimmgruppen 2 und 3 hat die Kulinarik-Liste jeweils zwei Konkurrenten. Einmal die Bezirksliste von Obmann Franz Theurl, der selbst die Stimmgruppe 3 anführt. In der Gruppe 2 steht Thomas Winkler an erster Stelle der Bezirksliste. Zweitens tritt auch das Team Osttirol mit Hotelier Michael Wildauer (Gruppe 2) und Martin Gratz (Gruppe 3) an.

Sollte die Kulinarik-Liste bei der TVB-Wahl Erfolg haben, so wird sie bei der Kür des Obmanns ein Wörtchen mitzureden haben. „Wir könnten durchaus das Zünglein an der Waage sein“, meint Ernst Moser. Ob er Ambitionen hat, selbst Obmann zu werden? „Dazu kann ich jetzt wirklich noch nichts sagen“, so der Matreier Spitzenkoch.