Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 07.03.2019


Standort Tirol

3,5 Mrd. Euro für Tiroler Immobilien

Die Zahl der Immobilienkäufe stieg 2018 in Tirol um 4,8 Prozent auf über 11.000. In Kitzbühel nahmen die Verkäufe deutlich zu, in Innsbruck sanken sie.

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Wien, Innsbruck – Während sich der Immobilienmarkt in Tirol noch im Jahr 2017 abschwächte, zog er im Vorjahr wieder an. Insgesamt wechselten in Tirol im Vorjahr 11.391 Immobilien ihren Besitzer, zeigen die Zahlen des Maklerverbunds Remax, der sich auf die tatsächlichen im Grundbuch verbücherten Verkäufe stützt. Damit wurde am Immobilienmarkt 2018 im Vergleich zum Jahr davor ein Plus bei den gehandelten Immobilien von 4,8 Prozent verzeichnet. Ein deutliches Plus von 12,4 Prozent gab es beim Wert der gehandelten Immobilien. Dieser stieg in Tirol auf 3,47 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2017 wurden noch 10.872 Wohnungen, Grundstücke, Häuser und Gewerbeimmobilien gehandelt, mit einem Wert von 3,1 Milliarden Euro.

Den größten Anstieg bei den Immo-Käufen gab es 2018 im Bezirk Kitzbühel. Die Zahl der gehandelten Immobilien stieg dort um 48,3 Prozent auf 1446. Der Wert der verbücherten Immobilien stieg um 61,9 Prozent auf 991 Millionen Euro. Fast alle Tiroler Bezirke legten beim Wert der Verbücherungen zu. In Kufstein gab es ein Plus von 15,1 Prozent auf 433 Millionen Euro. Dahinter folgen Imst (+14,6 %/188 Mio. Euro), Reutte (+10,3 %/92 Mio. Euro), Schwaz (+10,2 %/294 Mio. Euro) und Lienz (+7,9 %/89 Mio. Euro).

In Landeck stieg zwar die Zahl der Immo-Verkäufe deutlich um 12 Prozent, der Wert der gehandelten Immobilien sank jedoch zugleich um 0,1 Prozent. Ein Minus bei den Verkäufen sowie beim Wert gab es in Innsbruck und Innsbruck-Land. Dort nahmen die Immo-Verkäufe um 13,3 Prozent bzw. 5,9 Prozent ab, der Wert sank dabei um 11,8 Prozent bzw. 6,4 Prozent auf 542 Mio. Euro bzw. 696 Mio. Euro.

Österreichweit stiegen die Immobilienverkäufe um 6,6 Prozent auf über 129.000. Im Fünfjahresvergleich sei das eine Steigerung um fast 59 Prozent, gab der Immobilienvermittler Remax am Mittwoch bekannt. Der Gesamtwert der gehandelten Immobilien stieg um 13 Prozent auf 31,8 Milliarden Euro. Gefragt waren vor allem Einfamilienhäuser und Gebäude, weniger Grundstücke und kaum Wohnungen, ermittelte Remax.

2019 dürfte sich am Immobilienmarkt nichts Wesentliches ändern. Das Angebot sei zwar knapp, aber immer noch gut und die Nachfrage nach Immobilien sei sowohl von Eigennutzern als auch Anlegern weiterhin sehr hoch, so Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Österreich. (ecke, APA)