Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 10.03.2019


ARGE-Heumilch

Erfolgsrezept der ARGE Heumilch: Heu statt Silage

Mit dem Verzicht auf Silofutter hat die ARGE Heumilch vor 15 Jahren ihren Grundstein gelegt.

Ministerin Elisabeth Köstinger gratuliert ARGE-Heumilch-Obmann Karl Neuhofer (l.) und Koordinator Andreas Geisler zum 15-Jahr-Jubiläum der ARGE Heumilch.

© ARGE HeumilchMinisterin Elisabeth Köstinger gratuliert ARGE-Heumilch-Obmann Karl Neuhofer (l.) und Koordinator Andreas Geisler zum 15-Jahr-Jubiläum der ARGE Heumilch.



Alpbach – Das Congress Centrum Alpbach war gestern Zentrum der Heumilch-Wirtschaft, schließlich feierten dort 600 Gäste das 15-Jahr-Jubiläum der erfolgreichen Marke. ARGE-Heumilch-Obmann Karl Neuhofer sieht anlässlich der Feier in seiner Bilanz und mit Blick auf die Zahlen die Gültigkeit eines alten Spruchs außer Kraft gesetzt: „Will man drei Bauern unter einen Hut bringen, dann muss man zwei erschlagen, heißt es. Uns ist es aber gelungen, bis heute rund 8000 Heumilchlieferanten und 60 Verarbeiter unter einen Hut zu bringen“, freut sich Neuhofer. Ziel der ARGE Heumilch war es, durch den Zusammenschluss österreichischer Heumilchbauern und -verarbeiter die Wertschöpfung zu erhöhen und den Konsumenten hochwertige Produkte bieten zu können. Heute liegt der Mehrwert für die Bauern durch den Heumilchzuschlag bei mehr als 25 Millionen Euro pro Jahr. Wer „Heumilch“ auf sein Erzeugnis schreiben will, muss eine Reihe von Kriterien erfüllen, allen voran aber auf Silofutter verzichten. Von jährlich 500 Millionen Kilogramm produzierter Heumilch in Österreich stammen 160 Millionen aus Tirol.

„Die Heumilch ist eine rot-weiß-rote Erfolgsgeschichte, auf die wir zu Recht stolz sind“, gratuliert Elisabeth Köstinger zum Jubiläum. Heumilch sei ein Beispiel dafür, wie man die Herkunft von Produkten für die Verbraucher so transparent wie möglich gestalten könne. Sie werde alles dafür tun, dass auch auf europäischer Ebene ein Umdenken zustande kommt, bei dem letztlich die Qualität vor der Quantität steht, so Köstinger.

Als einen Meilenstein bezeichnet ARGE-Heumilch-Geschäftsführer Andreas Geisler die Verleihung des EU-Gütesiegels g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität – im Jahr 2016. „Dadurch erhielten Konsumenten noch mehr Garantie auf Qualität und Unverfälschtheit“, sagt Geisler, der Mitte des Jahres seine Aufgaben bei der ARGE-Heumilch an Christiane Mösl übergibt, um sich wieder voll seinem Betrieb widmen zu können. (np)