Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 30.04.2019


Standort Tirol

Landeck im Ranking der Bezirke 27 Plätze vorgerückt

Arbeitsmarkt, Lebensqualität, Demografie, Wirtschaft & Innovation: Der Tourismusbezirk behauptet sich österreichweit im guten Mittelfeld.

Der Bezirk Landeck hat laut aktueller Studie von Pöchhacker Innovation Consulting ein hohes Potenzial an „Zukunftsfähigkeit“.

© WenzelDer Bezirk Landeck hat laut aktueller Studie von Pöchhacker Innovation Consulting ein hohes Potenzial an „Zukunftsfähigkeit“.



Landeck – Nach Jahrzehnten im Schlussdrittel diverser Wirtschafts- und Sozialstatistiken holt der Bezirk Landeck auf. Eine Bestätigung der Aufwärtsentwicklung hat kürzlich die Beratungsfirma Pöchhacker Innovation Consulting vorgelegt. Die Autoren haben sich zum zweiten Mal mit der Frage „Wie attraktiv und zukunftsfähig sind die 94 Bezirke Österreichs?“ befasst.

Landeck landet im Gesamt­ranking auf Platz 40 und konnte gegenüber dem Vorjahr 27 Plätze vorrücken. In der Wertung der neun Tiroler Bezirke bedeutet das Platz 6.

Bei den Arbeitsmarktdaten zähle man zwar nicht zu den Besten in Österreich, „allerdings konnten in den vergangenen Jahren in sämtlichen Arbeitsmarkt-Indikatoren wesentliche Fortschritte erzielt werden“, heißt es in der Studie. Bei der Arbeitslosenquote habe sich Landeck hervorragend entwickelt. „Der Bezirk hat den größten Rückgang geschafft. Auch das Bildungsniveau der Erwerbstätigen konnte deutlich gesteigert werden.“

Kennziffern zur Lebensqualität haben sich „in den vergangenen Jahren signifikant verbessert“. In den Bereichen Demografie sowie Wirtschaft und Innovation liege der Bezirk im Mittelfeld.

Gerald Jochum vom Regionalmanagement regioL kommentierte am Montag: „Dieses Ranking bestätigt den positiven Trend im Bezirk, den auch wir festgestellt haben. Dazu haben die diversen Landes- und EU-Förderprogramme ihren Beitrag geleistet.“ Die „absolute Wahrheit“ werde aber in solchen Rankings nicht abgebildet.

Für die Wirtschaftskammer Landeck hob Obmann Toni Prantauer hervor: „Das Zukunftsranking 2019 ist für unseren Bezirk sehr erfreulich. Mit der Verbesserung um starke 27 Plätze konnten wir beweisen, dass wir dynamische, innovative und investitionsfreudige Unternehmen haben.“ Die positiven Trends seien wichtig und notwendig. Besonders erfreulich sei „die zweitstärkste Entwicklung von allen österreichischen Bezirken“ am Arbeitsmarkt. „Im Tirol-Vergleich befinden wir uns auf dem ausgezeichneten dritten Platz.“ Bezüglich Innovation sehe er aber noch Aufholbedarf. Die Kammerfunktionäre würden sich mit der Studie demnächst noch im Detail auseinandersetzen, sagte Prantauer.

AMS-Leiter Günther Stürz bestätigte: „Auch die Zahl der Beschäftigten ist gestiegen. Wobei die Beschäftigungsquote bei den Frauen im Vergleich zu den anderen Bezirken noch nachhinkt.“ Lücken sieht Stürz nach wie vor bei den Kindertagesstätten. Die Auspendlerquote der gut Ausgebildeten sei „eher gestiegen als gesunken“. Und: „Die Wohnungsbeschaffungskosten sind explodiert. Da kann die Steigerung bei den Einkommen bei Weitem nicht Schritt halten.“ (hwe)




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