Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 23.05.2019


Osttirol

Osttiroler Zimmervermieter legten zu, Gewerbliche mit Minus

Die Ausgangslage für die Wintersaison war schwierig. Umso größer ist die Freude beim Tourismus über die drittbeste Saison aller Zeiten.

Die Ski wurden abgeschnallt, die Wintersaison in Osttirol ist beendet.

© Profer&PartnerDie Ski wurden abgeschnallt, die Wintersaison in Osttirol ist beendet.



Von Christoph Blassnig

Lienz – Die Ausgangslage für die Wintersaison 2018/19 war für den Tourismus im Bezirk schwierig. Zuerst ausbleibende Schneefälle, dann ein Schneechaos nördlich des Alpenhauptkamms im Jänner. Hinzu kamen die späte Faschingswoche und in der Folge der spät­e Ostertermin.

In der Endabrechnung liegt laut dem Tourismusverband Osttirol aber der drittbeste Winter aller Zeiten vor. Ein Minus von 1,39 Prozent bei den Nächtigungszahlen gegenüber der Rekordsaison im Vorjahr kann die Freude der Verantwortlichen nur wenig trüben. Die 900.000er-Marke bei den Nächtigungen wurde nur knapp verfehlt.

Bis in die Ostertage herrschten in Kals-Matrei, St. Jakob und am Golzentipp bei Obertilliach gute Pistenverhältnisse. Zugleich startete der Golfplatz in Lavant bereits in die Saison. Das brachte im April einen Zuwachs von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. St. Jakob konnte seine Zahle­n im Vergleich zum Vorjahr gleich verdoppeln.

„Investitionen in und Initiativen für die Infrastruktur wie in Prägraten und Obertilliach haben sich positiv ausgewirkt und weitere Investitionen in Qualitätsbetten hervorgerufen“, verweist TVB-Obmann Franz Theurl auf Zugewinne bei den Nächtigungen in beiden Orten (Prägraten +10,9 Prozent, Obertilliach +5,83 Prozent).

Bei den Unterkunftskategorien wiesen die privaten Zimmervermieter mit einem Wachstum von über zehn Prozent das größte Plus aller Bereiche auf. Die anderen privaten Angebote konnten ihr Niveau zumindest halten. Die gewerblichen Betrieb­e mussten dagegen in der heurigen Saison im Vergleich zum Vorjahr ein Minus hinnehmen, nachdem sie über Jahr­e Zuwachsraten verzeichnet hatten.

Theurl führt den Erfolg der Privaten auf zwei Initiativen zurück: Die Buchungsstrecke sei mit viel Kostenaufwand direkt zu den Vermietern geleitet worden. Außerdem führten Coaches des Tourismusverbandes intensive persönliche Beratungen durch.




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