Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.06.2019


Bezirk Kufstein

Leaderregion Kuusk: Kufstein bekommt Mobilitätszentrum

Leaderregion stellt das Thema Verkehr als Schwerpunkt in das Arbeitsprogramm und will Nachtbus ausbauen.

(Symbolfoto)

© Domanig(Symbolfoto)



Kufstein – Die Leaderregion Kuusk (Kufstein, Untere Schranne, Kaiserwinkl) bringt einiges in Schwung, wie die Berichte bei der diesjährigen Hauptversammlung in Kufstein zeigten. So wurden seit 2015 46 Projekte gestartet, einige davon sind aus fördertechnischer Sicht bereits abgeschlossen, andere müssen bis in etwa eineinhalb Jahren beendet werden, weil dann die Förderperiode ausläuft.

„Bis Herbst des heurigen Jahres müssen wir 75 Prozent der Fördersumme ausschöpfen, ansonsten fließt dieses Geld wieder zurück in den Fördertopf“, erklärte Geschäftsführerin Melanie Steinbacher. Insgesamt geht es um 3,5 Millionen Euro, die bis 2020 aus den EU-Töpfen abgerufen werden können. Mit Leader soll die ländliche Wirtschaft gefördert werden. Auch Obmann-Stv. Josef Ritzer wies nochmals auf die Idee hin: „Durch Projekte sollen Verbindungen innerhalb Tirols gestärkt werden und auch über die einzelnen Regionen hinaus wachsen.“

In den letzten Jahren wurden in der Region Kuusk mit ihren zwölf Mitgliedsgemeinden 4,3 Millionen Euro mit den Projekten bewegt, davon sind 2,4 Millionen Euro Fördermittel. 13 Projekte wurden abgeschlossen, der Ausschöpfungsgrad der Zuschüsse betrug dabei 95,7 Prozent. „Wir achten darauf, dass die meisten Projekte überregional, also für alle Gemeinden der Region, einen Nutzen bringen“, erklärte GF Steinbacher. Aber auch internationale Zusammenarbeit gibt es. Üblicherweise braucht es eine Gemeinde oder eine Vereinigung als Projektträger. Ist dies nicht gegeben, dann kann das Regionalmanagement selbst als solcher auftreten, was bei 17 Projekten der Fall ist. Der Mitgliedsbeitrag der Gemeinden wird nach dem Pro-Kopf-System eingehoben und beträgt insgesamt 113.770 Euro. Vier neue Vereine wurden in das Regionalmanagement Kuusk aufgenommen: Kaiserweis, Regionale Wirtschaft, Netzwerk Kultur und Freiwilligenzentrum Kufstein, die Vertreter dieser Vereinigungen präsentierten ihre Projekte, mit denen sie zum Teil schon sehr viel erreichen konnten.

Neu im Team ist Manuel Tschenet als Mobilitätsbeauftragter. Er schilderte seine Perspektiven darüber, wie sich die Mobilität der Menschen in der Region in den kommenden Jahren verändern sollte. Die Themen waren keinesfalls neu, allerdings will Tschenet in Kufstein ein Mobilitätszentrum aufbauen, mit ihm als Ansprechpartner für alle Themen rund um Auto, Bus, Bahn, Rad und Fußgänger. Auch den Nachtbus, der von Kössen bis Kufstein unterwegs ist, will er auf die gesamte Region ausweiten, worauf Walchsees Bürgermeister Dieter Wittlinger meinte: „Mobilität kostet wirklich viel Geld. Ich wünsche dir, dass du dir deinen Enthusiasmus beibehalten kannst.“ (be, TT)

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