Letztes Update am Mo, 01.07.2019 16:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Osttirol/Reutte

Transportunternehmen in Osttirol und Hotelier in Lermoos pleite

Über das Transportunternehmen „Dolomiten Cargo GmbH“ in Matrei und das „Hotel Bellevue“ in Lermoos wurde am Montag ein Konkursverfahren eröffnet.

Symbolfoto.

© Erwin WodickaSymbolfoto.



Matrei in Osttirol, Lermoos – Das 2008 gegründete Transportunternehmen „Dolomiten Cargo GmbH“ ist pleite. Die Gründe dafür seien, so die Geschäftsführerin im Insolvenzantrag, dass es im Transportgewerbe einen massiven Preisdruck geben würde. Ein kostendeckendes Wirtschaften sei letztlich nicht möglich gewesen. Die Schuldnerin selbst geht von Verbindlichkeiten in Höhe von rund 900.000 Euro in ihren Büchern aus. Hauptgläubiger dürften Tankkarten- und Leasingunternehmen sein.

Nach den Angaben im Insolvenzeröffnungsantrag hat die Schuldnerin versucht, die Verbindlichkeiten gegenüber den Leasinggesellschaften zu reduzieren. Dabei sei es letztlich mit einem potentiellen Übernehmer der Fahrzeuge bzw. der Verträge zu Unstimmigkeiten gekommen. Die derzeitige Situation dazu sei immer noch nicht geklärt, so der Gläubigerschützerverband KSV 1870 in einer Aussendung am Montag.

Insolvenz in Lermoos

Ebenfall insolvent ist das „Hotel Bellevue“ in Lermoos. Der Betrieb war bei Antragstellung bereits geschlossen. Im Insolvenzeröffnungsantrag führt der allein haftende Gesellschafter aus, dass er versucht habe, das Betriebsobjekt zu verkaufen. Letztlich habe er kein adäquates Angebot dafür erhalten. In weiterer Folge sei er gezwungen gewesen, den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Gericht einzubringen.

Der Schuldner ist Eigentümer von Liegenschaften, welche mit Pfandrechten belastet sind. Ob bei einer allfälligen Verwertung dieser Liegenschaften nach Abzug der Sicherungsrechte für die Gläubiger ein „Überling“ verbleiben würde, ist derzeit noch nicht abschätzbar, so der KSV. Hinsichtlich Insolvenzursachen, Vermögen und Schulden würden noch keine konkreten Angaben vorliegen. Man werde die finanzielle Entwicklung des Schuldners gemeinsam mit der Insolvenzverwaltung analysieren. Fest stehe, dass mehrere Gläubiger in den letzten Jahren gezwungen waren, offene Forderungen gerichtlich gegen den Schuldner zu betreiben. (TT.com)


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