Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 16.07.2019


Bezirk Kitzbühel

Schneedepots warten wieder

Die Aufregung um die sommerlichen Schneedepots der Bergbahn Kitzbühel hat sich wieder gelegt und auch das Verfahren gegen den Vorstand wurde eingestellt.

Das Schneedepot der Bergbahn Kitzbühel am Resterkogel sorgte im vergangenen Herbst für Aufregung.

© Bergbahn KitzbühelDas Schneedepot der Bergbahn Kitzbühel am Resterkogel sorgte im vergangenen Herbst für Aufregung.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Schnee mitten im Sommer findet man auch heuer wieder auf den Bergen um Kitzbühel. Genauer gesagt am Resterkogel, dem Hahnenkamm und auf dem Gaisberg. Es handelt sich dabei um die Schneedepots der Bergbahn Kitzbühel. Seit 2014 konserviert man in Kitzbühel so den Schnee vom Vorwinter, um ihn dann für einen frühen Saisonstart zu nutzen.

So auch im Vorjahr, doch erstmals sorgte das für viel Aufregung. Neben einem Aufschrei in den Medien und sozialen Netzwerken schritt auch die Bezirkshauptmannschaft Zell am See ein, denn der Resterkogel liegt schon jenseits der Grenze auf Salzburger Boden. Für das Schneedepot würde eine naturschutzrechtliche Genehmigung fehlen.

Das folgende Verfahren gegen Bergbahn-Kitzbühel-Vorstand Josef Burger wurde kürzlich eingestellt. Doch schon im Vorfeld musste die Deponierung für den heurigen Sommer neu verhandelt werden. „Wir haben mit der Salzburger Umweltanwaltschaft und dem Umweltreferat der BH Zell am See ausführliche Gespräche geführt und dann ein Einreichprojekt vorgelegt“, schildert Burger gegenüber der TT.

Für dieses Projekt habe man auch Experten miteinbezogen. „Die Gespräche mit den Salzburger Behörden waren sehr konstruktiv und professionell und haben noch einmal einige Änderungen hervorgebracht“, schildert Burger. Letztlich wurde aber die neuerliche Deponierung des Schnees am Resterkogel bewilligt.

Dabei gilt es scharfe Auflagen einzuhalten. So müsse das auf 4500 m2 Fläche festgelegte Depot jedes Jahr auf demselben Platz stehen. Der Schnee darf frühestens am 11. Oktober ausgebracht werden und es musste eine Ausgleichsfläche von 5500 m2 geschaffen werden. „Den Weg dorthin hätten wir uns gerne erspart, aber das Ergebnis ist ein sehr gutes“, betont Burger. Es habe die Deponierung ökologisch deutlich verbessert. Auch habe man dadurch am Resterkogel nur noch einen statt zwei Lagerplätze. Ebenfalls wieder Geschichte ist ein Depot an der Kaser Abfahrt nach Kirchberg.

Geblieben sind die zwei am Hahnenkamm in Kitzbühel und eines am Gaisberg in Kirchberg.