Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 18.08.2019


Standort Tirol

Wieder Top-Zeugnis für die Tiroler Finanzpolitik

Ratingagentur Standard & Poor’s bewertet Tirol mit der zweitbesten Bonität.

© APA (AFP)Ratingagentur Standard & Poor’s bewertet Tirol mit der zweitbesten Bonität.



Die internationale Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat Tirol jetzt wieder mit der zweithöchsten Note bewertet. Nämlich mit AA+. Dass Tirol heuer bereits zum achten Mal in Folge ein Budget mit einem Nulldefizit vorgelegt hat und mit 270 Millionen Euro einen vergleichsweise niedrigen Schuldenstand aufweist, kann das begehrte „Triple A" leider nicht zurückholen. Schließlich ist Tirol eng verzahnt mit dem Bundeshaushalt, deshalb „muss" man sich in Innsbruck mit dem zweitbesten Bonitäts-Rating zufriedengeben.

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S&P hat am Freitag seine jährliche Analyse zu Tirol veröffentlicht, sehr zur Freude von Landeshauptmann und Finanzreferent Günther Platter (VP). Darin sieht er eine Bestätigung für den seit Jahren erfolgreichen Finanzkurs des Landes, der trotz zusätzlicher Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie Mindereinnahmen wegen der Steuerreformen Spielraum für Investitionen zulässt, ohne dass damit die Schulden anwachsen.

Darin sieht die Rating­agentur auch die große Stärke des Landes, auch bei einer herausfordernden Wirtschaft. Für Tirol werden bis 2022 ausgeglichene Budgets vorhergesagt, Standard & Poor's ist überzeugt, dass das Land Tirol weiterhin strikte Budgetdisziplin einhalten werde.

Das ausgezeichnete Rating ist das eine, die beginnenden Budgetverhandlungen das andere. Ab Ende August dürften bereits die ersten Gespräche über das geplante Doppelbudget 2020/2021 beginnen. (pn)




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