Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.08.2019


Bezirk Imst

Besichtigung auf Taschach-Alm: Almsommer verlief bis jetzt gut

Bezirkshauptmann Raimund Wallner besichtigte die Käseproduktion auf der Taschach-Alm. Es ist nicht die erste Tour von Wallner auf den Berg.

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© Jaritz



Mandarfen – Schon Traditio­n hat die alljährliche Besichtigung einer Alm oder einer hochgelegenen Hütte im Bezirk durch den Bezirkshauptmann Raimund Waldner. War es letztes Jahr die frisch saniert­e Venetalm, so ging es heuer ins hinterste Pitztal. Unter der sachkundigen Führung von Bezirkslandwirtschaftskammerobmann Rudolf Köll aus Tarrenz und im Beisein von Arzls BM Josef Knabl war die Taschach-Alm das Ziel.

Die im Talschluss auf 1796 Metern Seehöhe gelegene Alm weist 16 Quadratkilometer Weidefläche auf. Seit zehn Jahren bewirtschaftet die Familie Geiger aus Vorarlberg dieses beliebte Ausflugsziel. Heuer betreuen die Vorarlberger 40 Stück Milchkühe, 800 Schafe, 240 Stück Galtvieh und 40 Pferde. Außerdem erzeugen die Almleute den bekannten Pitztaler Bergkäse. An die 240 Stück Käselaibe zu 25 Kilogram­m lagern den Sommer über im Käsekeller. Täglich müssen sie mit einer Salzlake behandelt werden. Damit der Käse besser reift, wurden Holzstellagen montiert. Im Herbst wird der Käse zum endgültigen Reifen mit nach Vorarlberg genommen. Auch dort muss er – je nach Reifung – einmal wöchentlich „geschmiert“ werden. Im nächsten Jahr wandern die Käselaibe wieder ins Pitztal und werden dort vermarktet. Die Taschach-Alm ist eine echte Agrargemeinschafts­alpe und gehört zwar 195 Agrarmitgliedern aus Arzl, liegt aber auf dem Gemeindegebiet von St. Leonhard.

Über das Zustandekommen und den Erwerb durch Arzler Bauern gehen die Meinungen der Arzler und St. Leonharder auseinander. Tatsache ist, dass es wieder einmal um das lieb­e Geld ging. Der Zeitpunkt des Erwerbes durch die Arzler Landwirte liegt viele, viele Jahre zurück und niemand kennt das genaue Datum. Zudem besitzen die Arzler im Gemeindegebiet von St. Leonhard noch weitere Weiderechte.

Kammerobmann Köll ist mit dem heurigen Verlauf des Almsommers im Bezirk zufrieden: „Nach dem strengen Winter und dem kalten Mai setzte die Schneeschmelze langsamer ein. Dadurch verzögerte sich die Vegetation. Wir konnten erst 14 Tage später auffahren. Dadurch hat sich das Futterangebot prächtig entwickelt. Auch die Niederschläge passten. Wir hoffen, dass in den nächsten drei Wochen das Wetter auch noch zufriedenstellend ist.“

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Bezirkshauptmann Waldner war von der Sauberkeit und dem Käsekeller begeistert. Waldner: „Jedes Jahr gewinn­e ich wieder neue Eindrücke über die Almwirtschaft. Es ist schon großartig, was hier geleistet wird.“ (peja)




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