Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 28.08.2019


Bezirk Reutte

Zugspitz-Resort: Nur zehn Monate Bauzeit nach zwei Jahren Planungen

An der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn wird derzeit das neue Familienhotel errichtet. 1100 Beton-Mischwägen waren unterwegs.

47 Familienzimmer und Suiten wird das Zugspitz-Resort bieten, das am 7. Dezember eröffnet wird. Dazu gibt es freilich einen entsprechenden Kinder- und Wellnessbereich.

© Visualisierung: Geisler & Trimme47 Familienzimmer und Suiten wird das Zugspitz-Resort bieten, das am 7. Dezember eröffnet wird. Dazu gibt es freilich einen entsprechenden Kinder- und Wellnessbereich.



Von Alexander Paschinger

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Ehrwald – Die Geschwindigkeit ist enorm, mit der das neue Zugspitz-Resort in Ehrwald Obermoos aus dem Boden wächst. Erst im März wurde das alte Hotelgebäude abgerissen, inzwischen ist der Bau schon weit fortgeschritten. Und während Geschäftsführer Franz Dengg über Kabel und Träger durch den Rohbau führt, bestätigt er: „Ja klar, der Eröffnungstermin ist der 7. Dezember.“

Das Zugspitz-Resort an der Talstation der Zugspitzbahn erlebt einen Totalumbau. Schon im Vorjahr wurde die Kinder-Wasserwelt mit Riesenrutsche im Anschluss an das verbliebene Appartement-Haus gebaut. Heuer ist das Hotel dran. „Das Wichtigste dabei“, sagt Dengg, seien die Planungen. Die haben zwei Jahre gedauert.

Gebaut werden 47 Familienzimmer und Suiten – die im Rohbau übrigens schon konkrete Formen annehmen. „Sogar die Klorollenhalter sind da schon montiert.“ Neben Rezeption, diversen Speiseräumen und Shop gibt es eine eigene Kinderwelt mit Kindergarten, Kindertheater und -kino, Spielhallen, Trampolin und Indoor- und Outdoor-Kartbahn mit Elektroautos. Aus dem alten Hotel wurde die Zirbenstube übrigens abgebaut – sie findet eine maßgetreue neue Heimat im Resort.

Auch die Zahlen rund um den Bau sind beeindruckend: 10.000 m² Estrich wurden verlegt, 45.000 Kubikmeter umbauten Raum gibt es auf den sieben Ebenen. 1100 Mischwägen Beton waren im Einsatz, die Straße musste verlegt und ein Kreisverkehr angelegt werden. Wofür sich Dengg bei Gemeinde und Agrargemeinschaft für deren Entgegenkommen bedankt. Außerdem wird der Campingplatz auf 200 Stellplätze erweitert.

Ein Blick von der Höhe auf die Baustelle an der Talstation.
Ein Blick von der Höhe auf die Baustelle an der Talstation.
- Paschinger

Die nächste Baustufe gibt es in „drei bis vier Jahren“. Dann soll am Dach ein Infinitypool entstehen – und dann wird 2021 auch der Anschluss an das öffentliche Kanalnetz fällig. „Bislang reicht unser eigenes“, so Dengg.

Die nächste und „größte Herausforderung“ sieht der Seilbahner und Hotelier in der Akquirierung des Personals. Einige Teile des neuen Hotels müssen deshalb schon jetzt als Selbstbedienungs-Buffets konzipiert werden. Für die Mitarbeiter seien Personalhäuser wie das eben neu gebaute Gebäude schon Grundvoraussetzung. Den Mitarbeitern muss man mit der Wahl zwischen Fünf- und Sechstagewoche entgegenkommen. Sein Wunsch an die Politik: Das Ruhezeiten- und Arbeitszeitengesetz solle „so gestaltet sein, dass die Gastronomie und Hotellerie nicht jeden Tag zu Gesetzesbrechern werden“.




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