Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 12.09.2019


Bezirk Reutte

Neue Tourismusprojekte mit großer Hebelwirkung gesucht

Um die knapper werdenden EU-Mittel gezielt einsetzen zu können, ruft REA auf, Ideen einzubringen. Regionalbüros laden zur Fachveranstaltung.

Der Lechweg ist inzwischen zu einem umfassenden Tourismusprodukt geworden.

© Verein Lechweg/EisenschinkDer Lechweg ist inzwischen zu einem umfassenden Tourismusprodukt geworden.



Reutte, Kempten – Die Wettbewerbsintensität im internationalen Tourismus ist enorm. Auch hierzulande sind die Tourismusverbände und Betriebe gefordert, laufend an der Qualität zu arbeiten und neue Produkte zu entwickeln.

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„EU-Förderungen spielen dabei eine ganz zentrale Rolle. Einen Lechweg würde es ohne diese Unterstützungen aus Brüssel nicht geben“, untermauert der Außerferner Regionalmanager Günter Salchner die Bedeutung der EU-Förderprogramme. Allein über das aktuelle Interreg-Programm Österreich-Bayern seien bislang rund zehn Millionen Euro des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Tourismusprojekte geflossen. Ähnlich ist die Situation auch bei Leader, einem EU-Förderinstrument für den ländlichen Raum. Die größte Anzahl der Projekte entfällt auch hier auf die Tourismusentwicklung.

Die aktuelle Förderperiode 2014–2020 geht nun langsam ins Finale. Gleichzeitig werden bereits die neuen Programme für 2021–2027 vorbereitet. In wesentlich stärkerem Ausmaß als bisher sind die Menschen in den Regionen eingeladen, sich mit ihren Ideen in die Gestaltung der Programme einzubringen. Für Salchner ist damit ein klarer Auftrag verbunden: „Es gilt, an die Touristiker heranzutreten und sie um ihre Vorstellungen zur Tourismusentwicklung zu bitten. Die zentrale Frage lautet: Welche Maßnahmen sollen zukünftig gefördert werden, um eine möglichst große Hebelwirkung auszulösen?“ Die Mittel werden Brexit-bedingt knapper. „Umso wichtiger ist ein möglichst gezielter Einsatz der Förderungen“, bekräftigt Salchner.

Gemeinsam mit seinen bayerischen Kollegen in den Euregios Via Salina und Zugspitze-Wetterstein-Karwendel hat Salchner hierfür eine Fachveranstaltung organisiert. Diese findet am 18. September von 14 Uhr bis 18 Uhr an der Hochschule Kempten statt. Die Tourismus-Professoren Alfred Bauer und Guido Sommer, beide von der Hochschule, stoßen mit Impulsreferaten die Diskussion an.

Nähere Infos sind auf der Website der Regionalentwicklung www.rea.tirol zu finden. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung bis Freitag, 13. September, an salchner@rea.tirol gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird von den beiden Euregios, dem Land Tirol und aus Förderungen des Interreg-Programms Österreich-Bayern finanziert. (TT, fasi)