Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.09.2019


Bezirk Imst

Fernwärme bekommt neuen Filter

In Stams kann die Abgasanlage im Hackschnitzelheizwerk durch den Einbau eines Elektrofilters für 350.000 Euro verbessert werden.

Das bestehende Stamser Heizwerk bekommt nächstes Jahr einen neuen, 350.000 Euro teuren Elektrofilter.

© DornDas bestehende Stamser Heizwerk bekommt nächstes Jahr einen neuen, 350.000 Euro teuren Elektrofilter.



Von Agnes Dorn

Stams – Die mündliche Verhandlung für die geänderte Betriebsanlagengenehmigung fand bereits statt; der Bescheid der Behörde wird für nächste Woche erwartet. Der Spezialstahl ist bereits bestellt und soll in 15 bis 20 Wochen geliefert werden. Da man das Heizwerk für den Einbau zwei bis drei Wochen abschalten wird müssen, werde man damit bis nach der nächsten Heizperiode warten, so der Geschäftsführer des Heizwerks, BM Franz Gallop.

Die beanstandete Kondensationsanlage wird abgebaut. An ihrer Stelle soll ein Elektrofilter installiert werden, der 10 bis 15 Prozent Wärme aus der Abluft zurückgewinnen soll, wie Gallop erklärt.

Außerdem werde der Kamin von einem Meter auf 43 Zentimeter verengt und durch einen vorisolierten Aufsatz verlängert, um die Austrittsgeschwindigkeit zu erhöhen. Ob dadurch der Lärm der Abgase dementsprechend zunehmen wird und ein Schalldämpfer eingebaut werden muss, werde man noch sehen, entgegnet der Dorfchef auf die diesbezügliche Frage von GR Peter Thaler. Letzterer hat sich als Anrainer und Gemeinderat seit über einem Jahr für eine Sanierung der Anlage, die nun 350.000 Euro kosten wird, starkgemacht. Auf dessen weitere Anfrage, was denn mit der im Heizwerk stattfindenden „Abfallverbrennung“ passieren werde, erklärt Gallop zunächst: „Alles, was nicht vom Wald kommt, ist Abfall – auch das unbehandelte Holz“, und antwortet dann: „Bei einer Abfallverbrennungsanlage müssen wir bei den Werten unter 10 Milligramm liegen und das sind wir nicht.“

Die Behörde habe aber im Jahr 2014 zusätzlich genehmigt, Strauchschnitt und unbehandeltes Altholz zu verbrennen. Ob man trotzdem in die Abfallverbrennungsverordnung hineinfalle, müsse man prüfen. Die anonyme Anzeige, in der dem Bürgermeister vorgeworfen wurde, „gemeingefährliche und strafbare Handlungen gegen die Umwelt“ zu tätigen, wurde nach Vorlage aller Unterlagen übrigens bereits von der Staatsanwaltschaft verworfen, konnte Gallop abschließend berichten.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren


Schlagworte