Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 16.09.2019


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Messe Innsbruck: Verluste knabbern an den Reserven

Jedes Jahr muss die Congress Messe Innsbruck Verluste von bis zu 1,9 Mio. Euro teils aus Rücklagen decken. Come-Chef: Messen sind Zuschussbetriebe.

Im Vorjahr 450 Veranstaltungen und 563.000 Gäste: Trotzdem kommt die Congress Messe Innsbruck nicht aus der Verlustzone.

© Thomas Boehm / TTIm Vorjahr 450 Veranstaltungen und 563.000 Gäste: Trotzdem kommt die Congress Messe Innsbruck nicht aus der Verlustzone.



Von Max Strozzi

Innsbruck – Jedes Jahr lockt die Congress Messe Innsbruck (Come) mit unterschiedlichen Angeboten an den drei Standorten – Congress am Rennweg, die Messe in der Kapuzinergasse und der Congresspark in Igls – mehrere Hunderttausend Gäste an. Von schwarzen Zahlen ist das Unternehmen, das der Stadt Innsbruck (58 %), dem Land Tirol (25,5 %), der Wirtschaftskammer Tirol (13,5 %) und dem TVB Innsbruck/Feriendörfer (3 %) gehört, aber trotzdem weit entfernt. Auch unter Geschäftsführer Christian Mayerhofer, der 2013 das Zepter von Georg Lamp übernahm, schreibt die Come jedes Jahr operativ Verluste, wie aus den Jahresabschlüssen hervorgeht. 2018 schrieb die Come bei Umsätzen von 11,2 Millionen Euro ein negatives Betriebsergebnis von einer Million Euro. Im Jahr zuvor lag der Betriebsverlust bei 454.000 Euro. 2016 wies das Betriebsergebnis einen Verlust von 1,6 Millionen Euro aus, 2015 lag das operative Minus bei 1,4 Millionen Euro, 2014 und 2013 bei jeweils rund 1,2 Millionen Euro. Zählt man noch die Zinszahlungen, Steuern etc. dazu, summieren sich die jährlichen Fehlbeträge auf bis zu 1,9 Millionen Euro (2016).

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