Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 19.09.2019


Bezirk Kitzbühel

Skigebiet wird für 73,4 Millionen Euro modernisiert

Noch heuer soll der neue Kombilift Zinsbergbahn in Brixen im Thale seinen Betrieb aufnehmen.

Noch heuer soll der neue Kombilift Zinsbergbahn in Brixen im Thale seinen Betrieb aufnehmen.

© Ab SeilplanungsbüroNoch heuer soll der neue Kombilift Zinsbergbahn in Brixen im Thale seinen Betrieb aufnehmen.



Brixen i. T., Westendorf, Söll — Es ist wohl der Beginn einer neuen Ära in der SkiWelt Wilder Kaiser — Brixental. Eine, für die die Investoren tief in die Tasche greifen. Satte 73.4 Millionen Euro fließen insgesamt in die Modernisierung der Bergbahnen. Darin enthalten sind vier neue Lifte, zwei von ihnen sollen noch diesen Winter den Betrieb aufnehmen.

Ab der kommenden Wintersaison fahren Skifans in Brixen im Thale mit einer neuen Kombibahn bergwärts. Die neue Zinsbergbahn ist mit der Kombination aus 10er-Panoramagondeln und den 8er-Sesseln die einzige ihrer Art in den Kitzbüheler Alpen. Allein hier fließen 15,5 Millionen Euro in die Errichtung der Aufstieghilfe.

Dieselbe Summe verschlingt der Neubau der 8er-Sessel-Fleidingbahn in Westendorf. Dort wurden außerdem neue Skitrassen errichtet, die Anzahl der Pistenkilometer dadurch erhöht. Bis zum Sommer 2020 soll die Bergstation um eine „Aussichtsinszenierung" erweitert werden.

Die Bagger sind auch schon in Söll aufgefahren. Ab Juli 2020 soll die neue 10er-Gondelbahn Besucher im Sommer und Winter zum Hexenwasser bringen. Die Fahrt in der Bahn wird dabei mit ­Geschichten und Informationen als unterhaltsamer „Ritt auf dem Hexenbesen" inszeniert. Im Zuge des Umbaus entsteht an der Talstation ein neuer asphaltierter und beleuchteter Parkplatz für 40 Busse.

In Hopfgarten-Itter darf man sich heuer noch von der alten 4er-Gondelbahn verabschieden. Diese wird ab der Wintersaison 2020

21 durch eine zeitgemäße 10er-Gondelbahn ersetzt. Die neue Salvistabahn wird dabei um 650 Meter länger als bisher sein und somit die Kleine Salve erschließen.

Unterhalb dieser Bergstation sorgt ein 50.000 Kubikmeter großer Speichersee künftig für Nachschub bei den Beschneiungsanlagen. Eine Ausstiegsmöglichkeit für Liftgäste wird es bei der Kraft­alm (Mittelstation) geben. Auch hier werden im Zuge der Bauarbeiten neue Pisten geschaffen. Im Gebäude der Talstation wird die Infrastruktur mit Sportgeschäft, Skiverleih und Skidepot runderneuert.

Das Skigebiet Wilder Kaiser — Brixental zählt mit 90 Bahnen und 284 Pistenkilometern zu den größten Skigebieten der Welt. (TT)