Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 15.10.2019


Bezirk Schwaz

Achenseebahn: Zweite Dampflok pfeift wieder

In gut zwei Wochen wurde eine Lok betriebsfähig gemacht. Die Achenseebahn fährt bis Ende Oktober.

Lok Nummer 3 auf erfolgreicher Probefahrt zum Achensee. In dieser Woche wird es noch die Bremsprobe geben.

© ZwicknaglLok Nummer 3 auf erfolgreicher Probefahrt zum Achensee. In dieser Woche wird es noch die Bremsprobe geben.



Von Walter Zwicknagl

Jenbach – Es war für die Mannen in der Werkstätte der Achenseebahn ein hartes Stück Arbeit, um eine zweite Dampflokomotive wieder flott­zubekommen. Denn in den vergangenen Wochen musste der Betrieb lediglich mit der Lok Hannah abgewickelt werden und nichts als das Fahrgestell der Lok Georg (Nummer 3) war in der Werkstätte zu sehen. „Da haben jetzt Gerhard Thumer als Werkstättenspezialist und Lokführer Rudi Ertl all ihr Wissen um die Dampfrösser mobilisiert und kräftig angepackt“, freut sich der neue Betriebsleiter Heino Seeger, der auch bei der Tegernsee-Bahn tätig ist. Bis Ende Oktober soll die Bahn heuer noch fahren.

Die erste Probefahrt am Samstag verlief erfolgreich, wenn auch noch da und dort etwas nachgeschraubt werden müsse, meint Seeger. In den nächsten Tagen kommt es zur Bremsprobe, sodass dann die Dampflokomotive Nummer 3 wieder voll in den Fuhrpark integriert werden kann. Bei der Bremsprobe bekommen die zwei Wagen eine Zusatzlast, die dem Gewicht von 110 Passagieren entspricht.

Insgesamt 969 Planzugpaare wurden im vergangenen Jahr laut Geschäftsbericht geführt und dabei 92.662 Fahrgäste befördert. In guten Zeiten wurden weit mehr als 100.000 Passagiere gezählt. „Bedingt durch die Fahrplankürzungen und einen Zugausfall im September 2018 gingen Einnahmen aus der Erlebniscard von rund 20.000 Euro verloren, die aber durch das zunehmende Gruppenreisegeschäft kompensiert werden konnten“, schreibt Vorstand Georg Fuchshuber in seinem Lagebericht für 2018.

„Wir werden uns mit aller Kraft auf die Sanierung der Flachstrecke von Eben nach Seespitz konzentrieren müssen. Denn wir wollen auch in eine neue Saison starten“, sagt Seeger. Und das kostet einiges, was ohne Fremdhilfe aber nicht zu schaffen ist. Im Amt der Tiroler Landesregierung ist von einem Betrag in der Höhe von 3 bis 3,5 Millionen Euro die Rede, die aber noch beschafft werden müssen. Und das Zeitfenster ist klein.

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