Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.10.2019


Bezirk Landeck

Kaunertaler Verpeilschlucht soll für Wanderer erschlossen werden

Bis 2021 soll die Kaunertaler Verpeilschlucht mit Treppen und einer Hängebrücke erschlossen werden. Kosten: 492.000 Euro.

Johann Landerer und Franz Schmid hatten die Idee für den spektakulären Wanderweg in der Verpeilschlucht.

© GeigerJohann Landerer und Franz Schmid hatten die Idee für den spektakulären Wanderweg in der Verpeilschlucht.



Von Matthias Reichle

Kaunertal – Wilde Schluchten, tosende Wasserfälle und die Wanderer mittendrin – es ist ein Bild, das man zum Beispiel vom Ötztaler Stuibenfall kennt. Dort führen zahlreiche Treppen den Fels hinauf. Aber auch im Kaunertal plant man ein ähnliches Projekt – allerdings „in einer kleinen, feinen Variante“, wie TVB-Geschäftsführerin Michaela Gasser gestern bei der Präsentation der neuen Sommer­attraktion betonte. Bis 2021 soll die Verpeilschlucht, die sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptort Feichten befindet, mit Steigen, Treppen und einer Hängebrücke erschlossen werden.

Die Vision dazu hatten die beiden Kaunertaler Franz Schmid und Johann Landerer. Aus mehreren Gründen hat sich der Bau aber um mehrere Jahre verzögert, wie Gasser erklärte. Nun sind alle Bewilligungen da und auch die Finanzierung steht. „Der Wasserfall ist, wenn viel Wasser fließt, sehr imposant. Oben soll es eine Hängebrücke zum Überqueren der Schlucht geben“, erklärte die Touristikerin das Projekt. Die ersten Grabungsarbeiten für die Wege haben bereits begonnen, ab 2020 sollen die Arbeiten voll durchstarten.

Nicht ganz einfach dürfte das naturschutzrechtliche Bewilligungsverfahren gewesen sein, wie Gasser bestätigt. Das naturkundliche Gutachten war negativ, das Projekt habe schließlich im Rahmen einer Interessenabwägung grünes Licht bekommen.

Die Kosten für die neue Infrastruktur belaufen sich auf 492.000 Euro. 40 Prozent davon werden über das Leaderprogramm gefördert, wie der Geschäftsführer des Regionalmanagements Landeck, Gerald Jochum, betonte. Kofinanziert wird es vom Landschaftsdienst des Landes Tirol. „Es ist unser größtes Projekt in der gesamten Förderperiode“, so Jochum. „Es ist nicht alltäglich und hat einige Vorarbeiten gebraucht“, erklärt er zur langen Vorlaufzeit.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Johann Landerer erhoffte sich mit dem Projekt auch Impulse im Gesundheitstourismus. „Da kann man einiges daraus machen.“ Die feinen Aerosole in der Luft seien gut für Asthmatiker, so Gasser.