Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 30.11.2019


Standort Tirol

Ötztal Tourismus budgetiert binnen einer halben Stunde 32 Mio. Euro

Ötztal Tourismus gönnt sich ein Rekordbudget und eine neue Zentrale. Die Aufenthaltsabgabe wird auf 3,50 Euro erhöht.

Die neue Zentrale des Ötztal Tourismus soll für Gäste, Mitglieder, Medienvertreter und Reiseveranstalter aus aller Welt das Ötztal und die Markenwerte an einem Ort erlebbar machen.

© ParthDie neue Zentrale des Ötztal Tourismus soll für Gäste, Mitglieder, Medienvertreter und Reiseveranstalter aus aller Welt das Ötztal und die Markenwerte an einem Ort erlebbar machen.



Von Thomas Parth

Längenfeld – Der Obmann des Ötztal Tourismus, Bernhard Riml, wird bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten: „Nächstes Jahr werde ich definitiv den Chefsessel räumen. Ich werde meinem Nachfolger, meiner Nachfolgerin, mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber zum Weitermachen lass­e ich mich jedenfalls nicht überreden.“ Um seinen Job potenziellen Nachfolgern schmackhaft zu machen, lobt­e Riml nicht nur das Team des Ötztal Tourismus mit Geschäftsführer Oliver Schwarz an seiner Spitze, sondern geriet auch ein wenig ins Schwärmen über das zu übergebende und finanziell gut bestellte Haus: „Wir hatten vor der Vollversammlung eine halbstündige Sitzung des Aufsichtsrates, dabei konnte ein 32-Millionen-Budget durchgewinkt werden.“ So kämen 23,36 Millionen rein aus dem Tourismus und 8,6 Millionen entstünden durch Anlagenzuwächse wie z. B. dem Ötztal Radweg. Die größten Brocken im Budget entfallen auf Marketing (42,5 Prozent) und Personal (22,65 Prozent). Seine Aufgabe, warb Riml, sei eine sehr spannende und interessante, und die Verantwortung sei dank des tollen Teams ebenfalls zu bewältigen.

Neben Marketing-Vorstand Lukas Scheiber stellte auch Infrastruktur-Vorstand Peter Neurauter „140 Ziele in fünf Jahren“ vor, die gemeinsam erreicht worden seien. Aufsichtsratsvorsitzender Jakob „Jack“ Falkner dankte seinen Vorrednern und rief die Devis­e „Wertschöpfung steigern“ in Erinnerung. So habe man, was z. B. die Auslastung im Sommer betreffe, „noch Luft nach oben“. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig von der Vollversammlung per Handzeichen entlastet. Einer eigenen Abstimmung bedurfte die Erhöhung und Vereinheitlichung der Aufenthaltsabgabe auf 3,50 Euro. Die Abstimmung nach dem Kurien­wahlrecht ergab ein überwältigendes Ergebnis mit 95 Prozent Zustimmung.

„Die Erhöhung ab 1.11.2020 geht ausschließlich in den weiteren Ausbau des touristischen Angebots quer durch das gesamte Ötztal und in die dafür notwendige Bewerbung auf 17 internationalen Märkten, um auch weiterhin auf der Überholspur zu bleiben“, meint dazu GF Schwarz. Sein Team hingegen soll ab April 2021 ein neues Hauptquartier in Sölden bekommen. Der Neubau der Ötztal-Tourismus-Zentrale um 7,5 Mio. Euro werde mit Vorplatz und Brücke über die Ötztaler Ache das Ortsbild Söldens aufwerten. „Hier können die Mitarbeiter des Ötztal Tourismus modern und kreativ arbeiten und die Highlights des Tales werden im Erdgeschoß erlebbar gemacht“, so Schwarz.

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