Letztes Update am Do, 01.03.2012 23:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Standort Tirol

Betrug bei Ausgleich von Steuern



Innsbruck – Tausende Tiroler haben in den letzten Tagen beim Finanzamt ihre Arbeitnehmerveranlagung für das letzte Jahr eingereicht. Vor Betrügereien darf gewarnt werden – sie enden nicht selten vor Gericht. So musste sich deshalb ein Bosnier wegen schweren Betruges verantworten. Er war letztes Jahr auf die glorreiche Idee gekommen, die für eine einstige Bekannte angefertigten Veranlagungsformulare doch einfach mit seiner eigenen Kontonummer zu versehen. Für vier Jahre flossen so 1646 Euro auf das Konto des Einfallspinsels. Dumm nur, dass die eigentlich nach Serbien verzogene Frau Monate darauf ihre Veranlagung nochmals selbst beim Innsbrucker Finanzamt einreichte. Nach bohrenden Fragen durch die Finanzer war der Übeltäter anhand des Kontos dann bald gefunden.

Der bislang Unbescholtene und sofort Geständige muss den erschlichenen Betrag nun voll zurückzahlen. Dabei ist er ohnehin so mittellos, dass er eine zur Hälfte bedingte Strafe über 960 Euro in Raten abstottern muss. Auch der eigene Steuerausgleich dürfte da wohl heuer nicht allzu üppig ausfallen. (fell)




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