Letztes Update am Mi, 16.05.2018 06:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Wirtschaft trauert um Swarco-Chef Manfred Swarovski

Swarco-Chef Manfred Swarovski ist am vergangenen Wochenende verstorben.

© Thomas Böhm / TTManfred Swarovski.



Wattens – Manfred Swarovski, Gründer und Vorstandschef des internationalen Verkehrstechnologiekonzerns Swarco in Wattens, ist vergangenen Sonntag gestorben, wie das Unternehmen bekannt gab. Er sei im Alter von 77 Jahren friedlich entschlafen. Swarovski sei es gelungen, im Laufe eines halben Jahrhunderts seine Firmengruppe zu Weltgeltung in Verkehrssicherheit und intelligentem Verkehrsmanagement zu bringen. Die Verkehrstechnikbranche verliere zudem einen international hochgeachteten Verfechter von Verkehrssicherheit und umweltschonender Mobilität. Swarovski war auch Träger des Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich.

„Manfred Swarovskis Unternehmergeist, sein visionärer Ideenreichtum und seine menschliche Art sind uns Verpflichtung und Ansporn, sein Lebenswerk Swarco erfolgreich in seinem Sinne weiterzuführen“, so die Swarco-Vorstände Philipp Swarovski, Daniel Sieberer und Michael Schuch.

Manfred Swarovski sei stets bestrebt gewesen, „die Stabilität und Kontinuität des Unternehmens sicherzustellen“, ergänzte Aufsichtsratschef Josef Prettenhofer. So habe er seine Nachfolge vorzeitig geregelt und seine Agenden kontinuierlich an die Vorstände abgegeben, die das Unternehmen weiterhin in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat führen werden. Swarco werde weiter in Familienbesitz bleiben.

Das Unternehmen ist laut eigenen Angaben weltgrößter Ampelhersteller und international die Nummer zwei bei Reflexglasperlen. Gestartet ist der Konzern 1969 als kleine Glasperlenfabrik. Inzwischen beschäftigt Swarco knapp 3700 Mitarbeiter und setzte zuletzt 675 Millionen Euro um.

Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sprach der Familie und den Angehörigen sein Mitgefühl aus. „Wir sind uns seiner herausragenden Leistungen für den Wirtschaftsstandort Tirol bewusst“, so Platter. Seine tiefe Verbundenheit mit Tirol sei auch darin zum Ausdruck gekommen, dass die Konzernzentrale in Wattens angesiedelt wurde, so Wirtschafts-LR Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP). (TT)