Letztes Update am So, 22.07.2018 08:55

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fiat Chrysler

Ex-Ceo von Fiat Marchionne in kritischem Zustand in Zürcher Klinik

Der 66-jährige Topmanager wurde in die Schweiz geflogen, nachdem es zu schweren Komplikationen infolge eines chirurgischen Eingriffs gekommen war.

© REUTERSSergio Marchionne.



Zürich – Der Ex-CEO von Fiat Chrysler Sergio Marchionne liegt in kritischem Zustand in einer Zürcher Klinik. Der 66-jährige Topmanager wurde in die Schweiz geflogen, nachdem es zu schweren Komplikationen infolge eines chirurgischen Eingriffs gekommen war.

Italienische Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass sich Marchionne Ende Juni einer Schulteroperation unterzogen hatte. Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt am 26. Juni in Italien, als er den Carabinieri ein Modell des von seiner Gruppe Fiat Chrysler produzierten Jeeps Wrangler überreicht hatte, war Marchionne müde und mitgenommen erschienen. Medien spekulierten, dass er wegen eines Lungentumors operiert worden sei. Danach seien Komplikationen aufgetreten. Marchionne sei bereits im Koma nach Zürich geflogen worden.

Manley als Nachfolger

Der Gesundheitszustand Marchionnes habe sich „nach Komplikationen in den vergangenen Stunden signifikant verschlechtert“, teilte FCA am Samstag mit. „Als Folge kann Herr Marchionne seine Arbeit nicht wieder aufnehmen“, hieß es weiter. Man befinde sich in einer Lage, die noch vor wenigen Stunden undenkbar erschienen sei, erklärte FCA-Verwaltungsratspräsident John Elkann.

Der Italo-Kanadier Marchionne hätte eigentlich erst im April kommenden Jahres das Zepter an einen internen Nachfolger übergeben sollen. Wegen seines kritischen Zustands ernannte der FCA-Aufsichtsrat den Briten Mike Manley zu Marchionnes Nachfolger. Marchionne saß bei Fiat seit 2004 am Steuer. Ihm wird zugeschrieben, Fiat und Chrysler vor der Pleite gerettet zu haben. (APA)