Letztes Update am Di, 19.03.2019 10:14

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nahrungsmittelindustrie

Agrana eröffnet zweites Werk für Fruchtzubereitung in China

Die Agrana investierte 22 Millionen Euro in das neue Werk in Changzhou. Der österreichische Frucht-, Zucker- und Stärkekonzern hat in China einen Marktanteil von rund 70 Prozent.

Die Agrana ist bei Fruchtzubereitung  mit einem Anteil von gut 40 Prozent auch Weltmarktführer.

© APADie Agrana ist bei Fruchtzubereitung mit einem Anteil von gut 40 Prozent auch Weltmarktführer.



Changzhou, Wien – Changzhou nahe Shanghai in China ist eine stark wachsende Industriestadt - jetzt ist auch die österreichische Agrana vor Ort: Der börsennotierte Frucht-, Zucker- und Stärkekonzern hat dort am Montag feierlich sein zweites Fruchtzubereitungswerk in China eröffnet. Die Zubereitungen sind als Beimengung vor allem für Joghurts, aber auch für Speiseeis und Joghurtdrinks vorgesehen.

Die Investition in der 3,5-Millionen-Einwohner-Stadt beläuft sich auf 22 Millionen Euro. Gestartet wird mit einer Produktionslinie für Erdbeeren und einer Kapazität von 10.000 Tonnen pro Jahr. Bis 2023 soll es vier Produktionslinien und eine Kapazität von 30.000 Jahrestonnen geben, dann kommen etwa Heidelbeeren und Pfirsiche auch in die Verarbeitung. Große Abnehmer, wie zum Beispiel Asiens größtes Molkereiunternehmen Yili Group befinden sich praktischerweise gleich in der Nähe des neuen Werks in Changzhou.

70 Prozent Marktanteil

Es geht dem Konzern darum, seinen hohen Marktanteil von etwa 70 Prozent für Fruchtzubereitungen in China zumindest zu verteidigen. Die Agrana ist auch Weltmarktführer mit einem Anteil von gut 40 Prozent. Die Fruchtdivision ist die größte im Konzern. Die Fruchtzubereitungen werden auch in Mehlspeisen verwendet und sind zuletzt verstärkt von Systemgastronomie-Ketten wie Starbucks oder McDonald‘s nachgefragt; Produkte mit Fruchtanteil liegen im Trend.

China ist mit rund 10 Millionen Tonnen schon jetzt der größte Joghurtmarkt der Welt. In den vergangenen fünf Jahren hat er sich fast verdoppelt. Zuletzt verspeisten die Chinesen pro Kopf und Jahr 6,8 Kilogramm Joghurt und damit zwar noch deutlich weniger als Westeuropäer (12,5 Kilo), aber schon mehr als die US-Amerikaner (5,2 Kilo).

Ein weiteres Wachstum von rund acht Marktbeobachtern erwartet. Nicht zuletzt wegen des steigenden Wohlstands dürfte der Konsum in die Breite gehen, sagte meinte Finanzvorstand Stephan Büttner nach der feierlichen Eröffnung gegenüber österreichischen Journalisten. (APA)