Letztes Update am Mi, 20.03.2019 15:51

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Bier-Gigant bläst Verkauf deutscher Brauereien ab

Die weltgrößte Brauereigruppe Anheuser-Busch will die Marken Diebels und Hasseröder doch nicht verkaufen. Davor gab es eine monatelange Hängepartie.

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Bremen, Leuven – Der Bierkonzern Anheuser-Busch InBev Deutschland hat den geplanten Verkauf der Marken Diebels und Hasseröder mit ihren Stammbrauereien abgesagt. Alle Gespräche mit Interessanten seien beendet worden, teilte die Deutschland-Tochter der nach Absatzvolumen weltgrößten Brauereigruppe am Mittwoch in Bremen mit.

„Unsere Strategie für Deutschland hat sich weiterentwickelt. Daher werden Hasseröder und Diebels in Zukunft eine neu definierte Rolle in unserem Portfolio spielen“, sagte Florian Weins, Deutschland-Chef von Anheuser-Busch InBev.

Monatelange Hängepartie

Der 2017 angekündigte Verkauf hätte die Diebels-Brauerei in Issum (Nordrhein-Westfalen) und Hasseröder in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) getroffen. Als Käufer wurde erst das Investment-Unternehmen CKCF aus Kronberg (Hessen) präsentiert, das Geschäft platzte aber im Sommer 2018.

Dann wurden neue Interessenten gesucht. Im Herbst forderte die Hasseröder-Belegschaft in Wernigerode eine klare Perspektive. Auch die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) kritisierte die monatelange Hängepartie.

Die Mitarbeiter seien am Mittwoch über die Entscheidung informiert worden, teilte der Konzern in Bremen mit. Details zu der neuen Strategie in Deutschland wurden aber nicht genannt. (APA, dpa)