Letztes Update am Mi, 17.07.2019 14:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Luftfahrt

Alitalia: Verbindliches Angebot muss bis 15. September vorliegen

Italienische Eisenbahn FS und Atlantia sollen jeweils 35-Prozent-Anteil an neuer Gesellschaft halten. Die neue Alitalia soll sich vor allem auf Langstreckenflüge in Richtung Asien und USA konzentrieren.

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Rom – Das Bündnis aus der italienischen staatlichen Eisenbahn FS (Ferrovie dello Stato), Delta Airlines, der Infrastrukturholding Atlantia und dem italienischen Wirtschaftsministerium hat bis 15. September Zeit, ein verbindliches Angebot für die marode Alitalia einzureichen. Bis zu dieser Frist soll auch ein Entwicklungsplan vorgestellt werden, verlautete es aus dem Wirtschaftsministerium.

Laut Medienangaben wird die Bahngesellschaft FS einen 35-prozentigen Anteil an der neuen Alitalia halten. Einen weiteren 35-prozentigen Anteil soll die an der Mailänder Börse notierte Atlantia-Holding im Besitz der norditalienischen Unternehmerfamilie Benetton übernehmen. Delta Airlines und das italienische Wirtschaftsministerium sollen sich jeweils mit einem 15-Prozent-Anteil an der neuen Alitalia beteiligen.

Nur durch Staatskredit am Leben gehalten

Der neue Entwicklungsplan sollte Investitionen in der Größenordnung von einer Milliarde Euro vorsehen, berichtete die Tageszeitung La Stampa. Die italienische Regierung drängt, dass es zu keinen Kürzungen bei den rund 11.500 Mitarbeitern der Airline komme.

Die neue Alitalia soll sich vor allem auf Langstreckenflüge in Richtung Asien und USA konzentrieren. Die Zahl der Maschinen soll von 117 auf 105 reduziert werden.

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Die frühere staatliche Airline Alitalia hatte bereits Anfang Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Seitdem kann sie nur dank Staatskrediten von mittlerweile 900 Mio. Euro ihren Flugbetrieb aufrechterhalten. Diese Staatshilfe war zunächst nur als vorübergehender Rettungsanker gedacht, doch Italiens Regierung musste die Kreditlinie immer wieder verlängern. (APA)