Letztes Update am Mi, 21.08.2019 21:04

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Übernahme

Bieterkampf um Osram: Grünes Licht für Angebot von AMS

Der Osram-Aufsichtsrat stimmte dem Einstieg des steirischen Halbleiterherstellers in den Bieterkampf zu. AMS konkurriert mit den beiden US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle.

Die Zentrale des steirischen Sensor-und Chipherstellers ams in Premstätten.

© APADie Zentrale des steirischen Sensor-und Chipherstellers ams in Premstätten.



Graz, München – Der zum Verkauf stehende Beleuchtungshersteller Osram hat eine Stillhaltevereinbarung mit AMS aufgelöst und dem Unternehmen damit ein Übernahmeangebot ermöglicht. Das teilte Osram am Mittwochabend mit. Damit ebnet das Münchner MDax-Unternehmen dem österreichischen Halbleiterhersteller den Weg für den offiziellen Einstieg in das Bieterrennen.

AMS konkurriert mit den beiden US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle. Der Osram-Aufsichtsrat stimmte zudem einer Zusammenschlussvereinbarung mit AMS zu, die „Schutzzusagen für Mitarbeiter, Standorte und wesentliche Unternehmensteile“ enthält, wie es in der Mitteilung heißt.

Im Gegenzug für das Versprechen hatte AMS im Juni Einblick in die Osram-Bücher erhalten. Es musste aufgelöst werden, damit AMS sein Angebot den Osram-Aktionären offiziell vorlegen kann. Der Sensorhersteller will das Münchner MDax-Unternehmen für 38,50 Euro je Aktie übernehmen und die beiden Unternehmen dann zusammenschließen.

Die US-Investoren wollen den Aktionären nur 35 Euro je Aktie zahlen - dafür hatten sie den Osram-Beschäftigten aber schon früh den Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen zugesagt. (APA)