Letztes Update am Di, 24.09.2019 13:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Digitalisierung

Kleine und mittlere Betriebe machen bei Digitalisierung Fortschritte

Was Digitalisierung betrifft, sind Österreichs KMU auf einem guten Weg, dennoch werden die Chancen bislang immer noch unzureichend genutzt.

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Wien – Österreichs kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen bei der Digitalisierung Fortschritte. Sie sehen Digitalisierung positiver als im Vorjahr und erhoffen sich durch die digitale Transformation Chancen für ihre Betriebe, zeigt eine Studie zur digitalen Transformation von Arthur D. Little auf Initiative des WKÖ-Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT).

Österreichs KMU sehen den Einfluss der Digitalisierung deutlich positiver als letztes Jahr und erhoffen sich durch die digitale Transformation neue Chancen für ihre Betriebe. Demnach sehen 64 Prozent der Befragten das größte Potenzial in der Neukundengewinnung, 55 Prozent in Kostenersparnis. Die größte Hürde bei der Umsetzung der Digitalisierung sei unverändert die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Außerdem beklagen die Befragten das Fehlen von Ressourcen und Umsetzungsplänen. Für 41 Prozent der Befragten fehlt das Geld, für rund 37 Prozent das Know-how.

DSGVO weiterhin Hürde

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist laut den Studienergebnissen auch 2019 die größte Hürde bei der Umsetzung der Digitalisierung. Datenschutz und Cloud Services sind relevanter geworden. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (45 Prozent) bevorzugt die eigene Betriebsstätte als Speicherort; Speicherung außer Haus – insbesondere in der EU – nimmt aber zu. 2018 waren es 17 Prozent, 2019 sind es schon 23 Prozent.

Zwar sehen sich inzwischen nahezu 100 Prozent der Unternehmen als „digital orientiert“, dennoch wird das volle Potenzial wird nicht ausgeschöpft, denn es fehlt vielen KMU an den erforderlichen Ressourcen und Know-how. (APA, TT.com)