Letztes Update am Di, 08.10.2019 12:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konsumentenschutz

Deutsche Listerienwurst: „Nach wie vor sehr geringes Risiko“

In Österreich sind laut AGES keine Produkte mehr vorhanden. Die Deutsche Firma belieferte keine heimische Krankenhäuser, Pflegeheime und Supermärkte.

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Wien – Nach wie vor gibt es laut aktuellem Ermittlungsstand der AGES in Österreich keinen dokumentierten Fall einer Listeriose-Erkrankung, der mit dem Ausbruch in Deutschland in Verbindung steht. Betroffene Lebensmittel der deutschen Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG seien nicht an Krankenanstalten, Pflegeheime oder Supermärkte in Österreich geliefert worden.

Über das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) hätten die deutschen Behörden mittlerweile informiert, dass Produkte der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG in alle Bundesländer Österreichs geliefert und vorwiegend an Gastronomiebetriebe weitergegeben wurden, hieß es von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit am Dienstag.

Die zuständigen Lebensmittelaufsichtsbehörden der Länder überprüfen die Vertriebswege und überwachen die Rückrufaktion eventuell noch vorhandener Produkte des deutschen Herstellers. Die Abnehmer in allen Bundesländern sind laut AGES über den Rückruf der Ware informiert, vom Rückruf betroffene Produkte wurden entweder bereits vernichtet oder zurückgesendet. „Nach derzeitigem Stand der Kontrollen durch die Lebensmittelaufsichtsbehörden sollten keine Produkte der Firma mehr in Österreich im Umlauf sein“, sagte Werner Windhager vom Fachbereich Risikokommunikation der AGES auf APA-Nachfrage. Nach wie vor sei gar nicht belegt, dass Produkte, die nach Österreich geliefert wurden, überhaupt mit Listerien kontaminiert waren. (APA)