Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.10.2019


Mobilfunk

A1-Chef über 5G als Chance für Firmen und Entertainment für Private

In der 5G-Technologie steckt nicht nur Potenzial für Industriebetriebe, sagt A1-CEO Marcus Grausam. Ab 1. 1. 2020 sei 5G kommerziell nutzbar.

A1-CEO Marcus Grausam berichtet am 16. Oktober in Hall in Tirol von erfolgreichen Anwendungen von 5G und dem Internet der Dinge.

© Renée Del MissierA1-CEO Marcus Grausam berichtet am 16. Oktober in Hall in Tirol von erfolgreichen Anwendungen von 5G und dem Internet der Dinge.



Von Cornelia Ritzer

Wien – Alle zehn Jahre macht die Mobilfunktechnologie einen großen Entwicklungssprung. Das 2G-Netz ermöglichte die Mobiltelefonie, 3G machte den Zugang zum Internet alltäglich, im derzeitigen 4G-Netz sind sowohl Bandbreiten als auch Geschwindigkeiten höher. „80 Prozent des Verkehrs in unserem Netz ist Video-Streaming“, erklärt A1-CEO Marcus Grausam. Und was kann die superschnelle Mobilfunkgeneration 5G? Grausam: „5G vereint alle Vorteile der früheren Generationen – und bringt ein zusätzliches Feature, das Internet der Dinge.“ Das bedeute: „Wurden bisher Menschen mit Menschen verbunden, werden künftig mit dem Internet der Dinge Sensoren mit Sensoren verbunden.“

Besonders Industriebetriebe und öffentliche Einrichtungen wie Städte können die Vorteile des 5G-Netzes, die geringen Latenzzeiten oder Verzögerungen, nutzen. Welches Potenzial in der Technologie steckt, erklärt der A1-CEO am 16. Oktober gemeinsam mit Partnern bei einer Veranstaltung in Hall in Tirol (die letzten 5 x 2 Karten werden verlost, per E-Mail an marketing@tt.com). „5G hat, gepaart mit dem Internet der Dinge, unglaubliches Potenzial, den Standort Österreich zu stärken und Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen“, ist Grausam überzeugt. Derzeit laufen einige Pilotprojekte, etwa mit den Innsbrucker Kommunalbetrieben, wobei durch die Vernetzung von thermischen Anlagen und Photovoltaik der Energieverbrauch optimiert wird. Laut Grausam gebe es bereits „Hunderte von Use-Cases“, Projekte, in denen 5G eine tragende Rolle spielt. Und: „Manche funktionieren schon, andere sind noch Zukunftsvision. Das Wichtigste ist, dass man moderne Technologie dazu verwendet, Herausforderungen zu lösen und das Leben für die Menschen einfacher und angenehmer zu machen.“

Denn 5G und das Internet der Dinge kommen natürlich auch den Privatkunden des Telekommunikationsunternehmens, das sich inzwischen als „digitaler Service-Provider“ versteht, zugute. Mehr Bandbreite und eine Datenrate von einem Gigabit im Mobilfunknetz machen Anwendungen wie Virtual-Reality-Brillen alltagstauglich. Bereits ab 1. Jänner 2020 soll das Netz kommerziell nutzbar sein, kündigt Grausam an. Dann werden auch „ausreichend“ 5G-Handys am Markt sein, erwartet der A1-Chef. Und die Tarife mit mehr Bandbreite und Datenvolumen seien nicht zwingend teurer, betont Grausam. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern seien Endkunden-Preise in Österreich „superattraktiv“.

Die flächendeckende 5G-Versorgung in Österreich werde laut Grausam noch „vier bis fünf Jahre“ dauern.