Letztes Update am Fr, 11.12.2015 15:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chile

Wasserkraftwerk im trockensten Wüstengebiet der Welt geplant

In der Atacama-Wüste in Chile soll ein Wasserkraftwerk entstehen. Mithilfe von Solarenergie soll Meerwasser in zwei Stauseen in den Anden gepumpt werden.

In manchen Gebieten der Atacama-Wüste wurde schon seit Jahrzehnten kein Regen mehr registriert.

© epaIn manchen Gebieten der Atacama-Wüste wurde schon seit Jahrzehnten kein Regen mehr registriert.



Santiago de Chile - Chile plant ein Wasserkraftwerk in der Atacama-Wüste, dem trockensten Wüstengebiet der Welt. Das chilenische Energieunternehmen Valhalla will mithilfe von Solarenergie Wasser aus dem Pazifischen Ozean in zwei Stauseen in den Anden pumpen. Das Wasser soll dann in ein Wasserkraftwerk zurückfließen, das eine Kapazität von 300 Megawatt hat und drei Provinzen versorgen soll.

„Dies ist der einzige Ort in der Welt, an dem ein Projekt dieser Art entwickelt werden kann“, sagte Francisco Torrealba, Strategiechef von Valhalla, am Donnerstag vor Journalisten. Die Technologie sei weltweit umfassend erforscht. „Nur in dieser besonderen Kombination wurde es noch nie versucht.“ Die Wassermenge in den beiden hochgelegenen Wasserspeichern entspricht der von rund 22.000 olympischen Schwimmbecken und soll für eine Stromversorgung rund um die Uhr reichen.

Spatenstich Ende 2016

In der vergangenen Woche gaben die Umweltbehörden grünes Licht, nun sucht Valhalla nach Investoren für das 400-Millionen-Dollar-Projekt (365,5 Mio. Euro). Der erste Spatenstich soll Ende 2016 erfolgen, die Bauarbeiten werden voraussichtlich dreieinhalb Jahre dauern. Bisher importiert Chile Energie und hängt weitgehend von fossilen Energieträgern ab. (APA/AFP)

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