Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.10.2017


Wirtschaftspolitik

Metaller läuten zweite Lohnrunde ein

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© Thomas BöhmSymbolfoto



Wien – Die Lohnverhandlungen bei der größten Metaller-Gruppe, der Metalltechnischen Industrie, gehen heute in die zweite Runde. Seit die Forderung der Gewerkschaften nach einer Lohnerhöhung von vier Prozent für 130.000 Beschäftigte auf dem Tisch liegt, gehen die Wogen hoch. Die Arbeitgeber sprechen von einem „Zeichen der Unvernunft“. Dass es der Branche aufgrund der weltweit anziehenden Konjunktur gutgeht, bestreiten sie allerdings nicht. Die guten Zeiten müssten aber genutzt werden, um überfällige Investitionen zu tätigen, die im Zuge der Finanzkrise der vergangenen Jahre zurückgestellt wurden, argumentiert Branchenobmann Christian Knill.

Dass die Arbeitnehmervertreter mit einer Lohnforderung deutlich über der Inflationsrate vor der Nationalratswahl am kommenden Sonntag noch einmal Stimmung für die SPÖ machen wollen, verneinen sie definitiv. „Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen einfach mehr Geld“, so Gewerkschafter Rainer Wimmer.

Im Vorjahr einigte man auf Lohnplus von 1,68 Prozent. Damals galt als Basis eine Inflation von 0,8 %, nun ging man von 1,8 % aus. (APA)




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