Letztes Update am Mi, 10.04.2019 14:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wohnbau

Gemeinnütziger Wohnungs-Neubau auf Rekordhöhe

Die Zahl der in Bau befindlichen Wohnungen ist so hoch wie seit den 1990er-Jahren nicht mehr. GBV-Obmann Karl Wurm ist besorgt über Verzögerungen durch überhitzte Baukonjunktur.

2019 und 2020 werden im Schnitt voraussichtlich jeweils mehr als 16.500 Wohnungen übergeben werden.

© APA (Archiv/Fohringer)2019 und 2020 werden im Schnitt voraussichtlich jeweils mehr als 16.500 Wohnungen übergeben werden.



Wien – Das Neubau-Niveau der gemeinnützigen Bauvereinigungen bewegt sich derzeit auf Langzeit-Rekord. Anfang 2019 waren in ganz Österreich rund 33.600 GBV-Wohnungen in Bau. Zuletzt wurde ein solches Ausmaß Mitte der 1990er-Jahre erreicht. Die sehr hohe Bauaktivität wird sich in den nächsten Jahren auch in überdurchschnittlichen Fertigstellungen niederschlagen, sagte Verbandsobmann Karl Wurm am Mittwoch.

2019 und 2020 werden im Schnitt voraussichtlich jeweils mehr als 16.500 Wohnungen übergeben werden, dann dürfte der Höhepunkt aber überschritten sein, sagte der GBV-Obmann im Jahrespressegespräch.

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Hochkonjunktur am Bau führt zu Verzögerungen

Sorgen bereitet den gemeinnützigen Wohnbauträgern laut Wurm zunehmend die Bauwirtschaft, die weiterhin als Nadelöhr für leistbares Wohnen anzusehen sei: Die Hochkonjunktur am Bau führe zu Verzögerungen. Das erkläre auch, warum es 2018 im Vergleich zu 2017 mit 15.500 Übergaben etwas weniger Fertigstellungen gegeben habe. Am stärksten sei Wien von den Verzögerungen betroffen, hier wurde mit 3.900 Wohnungen der 10-Jahres-Schnitt knapp verfehlt.

Auch in Tirol wurde im vergangen Jahr kräftig in den Wohnbau investiert und der Trend soll auch 2019 beibehalten werden:Die Investitionen im alpenländischen Bereich (Tirol und Vorarlberg) werden, so wie im Jahr 2018, heuer wieder bei rund 51 Millionen Euro liegen“, so Markus Lechleitner, Geschäftsführer der Alpenländischen Heimstätte. Von den 51 Millionen fallen dabei knapp 30 Millionen auf Tirol ab. Den Grundstückmarkt in Tirol bezeichnet Lechleitner als „drastisch“. Mit Blick auf den teuren und mitunter geringen Baugrund sei Tirol in diesem Hinblick ein besonders hartes Pflaster. (APA/TT.com)