Letztes Update am Fr, 21.06.2019 13:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klimawandel

Fördermittel ausgeschöpft: Aus für Aktion „Raus aus dem Öl“

Das Ende der Förderaktion „Raus aus dem Öl“ sorgte für zahlreiche kritische Reaktionen. Laut dem Umweltministerium war die Nachfrage höher als erwartet.

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Wien – Die Fördermittel für die Aktion „Raus aus dem Öl“ unter Federführung des Umweltministeriums sind aufgebraucht, eine Aufstockung ist nicht geplant. „Die nächste Bundesregierung wird darüber entscheiden, in welcher Form diese Aktion im kommenden Jahr fortgeführt bzw. mit welchen Budgetmitteln sie ausgestattet werden kann“, so Ministeriumssprecher Daniel Kosak zur APA.

Die Aktion, die unter Türkis-Blau angeschoben wurde, war nicht gänzlich neu, allerdings wurde ein zentraler Punkt geändert. Die Förderung war nicht mehr an weitere Sanierungsmaßnahmen im Gebäude gebunden. Damit konnten 5000 Euro für den Heizkesseltausch abgerufen werden. Bei weiteren klimarelevanten Verbesserungen, beispielsweise Dämmung oder Fenstertausch, konnte die Förderung sogar auf 10.000 Euro verdoppelt werden.

Nachfrage größter als erwartet

Für die Förderung standen 42,6 Millionen Euro zur Verfügung, derzeit gibt es noch knapp 600.000 Ölheizungen in Österreich. Wie der Standard berichtete, sorgte das Ende der Förderaktion für zahlreiche kritische Reaktionen. Für Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne) und Energielandesrat Christian Gantner (ÖVP) – beide aus Vorarlberg – ist die zu geringe Dotierung der Förderung völlig unverständlich und inakzeptabel. Ähnlich äußerte sich Grünen-Chef Werner Kogler, der von einem ökologischen Versagen sprach.

Kosak erklärte heute zu dem Förderaus, dass im Vorjahr die bereitgestellten Mittel ausreichend waren und heuer die Nachfrage größer als erwartet war. Allein seit März seien 6000 neue Anträge gestellt worden. Dass die Förderung gedeckelt ist, entspreche einem planbaren Budgetvollzug. (APA, TT.com)