Letztes Update am Mi, 24.07.2019 14:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Streik

Öffentlicher Verkehr in ganz Italien bestreikt

Die Gewerkschaften von der Regierung in Rom unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und ein klares Regelwerk zur Verhinderung „unlauteren Wettbewerbs“.

Eingeschränkt fuhren etwa die Züge zwischen dem Zentrum der Hauptstadt Rom und dem Vorort Lido di Ostia.

© iStockEingeschränkt fuhren etwa die Züge zwischen dem Zentrum der Hauptstadt Rom und dem Vorort Lido di Ostia.



Rom – Ein nationaler Streik im öffentlichen Verkehr Italiens ist angelaufen. Gewerkschaften hatten für Mittwoch im ganzen Land zur Arbeitsniederlegung aufgerufen – in verschiedenen Städten zu unterschiedlichen Zeiten. Wie stark die Auswirkungen auf die Reisenden waren und wie viele Arbeitnehmer sich an dem Streik beteiligten, sei noch nicht abzuschätzen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Uiltrasporti am frühen Nachmittag.

In Rom war der Streik zum Beispiel für 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr angekündigt. Eingeschränkt fuhren etwa die Züge zwischen dem Zentrum der Hauptstadt und dem Vorort Lido di Ostia, den in den Sommermonaten viele für einen Strandbesuch ansteuern, wie die Verkehrsgesellschaft Atac mitteilte. Der Metro-Betrieb lief weiter, allerdings wies Atac darauf hin, dass es wegen des Streiks weniger Fahrten geben könnte.

Im Zugverkehr wurde zwischen neun Uhr und 17 Uhr gestreikt – vor allem regionale Verbindungen waren betroffen. Die Eisenbahngesellschaft Trenitalia strich landesweit 20 Intercity-Verbindungen. Hochgeschwindigkeitszüge sollten aber planmäßig fahren. Auch wurde der Express-Zug zwischen dem römischen Flughafen Fiumicino und dem Hauptbahnhof garantiert, wie es in einer Mitteilung hieß.

Unter dem Slogan „Bringen wir das Land wieder in Bewegung“ fordern die Gewerkschaften von der Regierung in Rom unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und ein klares Regelwerk zur Verhinderung „unlauteren Wettbewerbs“. Auch im Schiffsverkehr, bei Taxis und an Mautstellen wurden Einschränkungen erwartet.

Verkehrsminister Danilo Toninelli appellierte an das „Verantwortungsbewusstsein“ der Gewerkschaften mit Blick auf die „delikate Periode“ der sommerlichen Reisewelle. In Italien macht sich Ende Juli fast das ganze Land auf den Weg in den Urlaub. (dpa)