Letztes Update am Do, 29.08.2019 11:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tierwohl

Mehrheit gegen Vollspaltböden in der Schweinehaltung

Ein Gallup-Umfrage zeigt, 81 Prozent würden höheren Preis akzeptieren, wenn Stroheinstreu statt Vollspaltböden in der Schweinehaltung verwendet würde.

Vollspaltböden in der Schweinehaltung sind Betonböden, die mit breiten Spalten durchzogen sind, durch die Kot und Urin in einen Güllekanal fallen.

© VGTVollspaltböden in der Schweinehaltung sind Betonböden, die mit breiten Spalten durchzogen sind, durch die Kot und Urin in einen Güllekanal fallen.



Wien – 83 Prozent halten Vollspaltböden in der Schweinhaltung für nicht in Ordnung, 53 Prozent befürworten ein Verbot derselben: Das ergab eine Gallup-Umfrage (repräsentativ für die webaktive Bevölkerung in Österreich ab 16 Jahren) im Auftrag des Vereins gegen Tierfabriken (VGT). 81 Prozent würden demnach höhere Preise für Schweinefleisch zahlen, wenn der Vollspaltboden durch Stroheinstreu ersetzt wird.

Vollspaltböden in der Schweinehaltung sind Betonböden, die mit breiten Spalten durchzogen sind, durch die Kot und Urin in einen Güllekanal fallen. Die Schweine müssen dabei über ihren Ausscheidungen leben, kritisieren Tierschützer u.a. 73 Prozent der von Gallup in Österreich online Befragten sehen eine andere Art der Haltung als „sehr wichtig“ an, 16 Prozent als „eher wichtig“.

88 Prozent wären für die Einführung eines Teilspaltbodens im Austausch zum Vollspaltboden, 52 Prozent sogar „sehr dafür“, wie es bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien mit VGT-Obmann Martin Balluch hieß. „Beim Teilspaltboden wird die Schweinebucht in einen Liegebereich ohne Spalten, aber mit Stroheinstreu und einen Kot- und Essplatz aufgeteilt“, erläuterte der VGT. Als Mehrpreis pro Kilo Schweinefleisch würden Konsumenten bei verbesserten Haltungsbedingungen im Durchschnitt 4,50 Euro akzeptieren, ergab die Umfrage. (APA)