Letztes Update am Fr, 08.11.2019 15:29

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Außenhandel

Freihandelsabkommen der EU mit Singapur endgültig fixiert

Rund 50.000 Unternehmen aus der Europäischen Union machen Geschäfte in Singapur. Die EU wird ihren Markt für gut 80 Prozent aller Einfuhren aus Singapur öffnen.

Neben der verstärkten Zusammenarbeit im Zollwesen bringt das Abkommen eine Anerkennung von Herkunftsbestimmungen und den Schutz der Rechte des geistigen Eigentums.

© katzNeben der verstärkten Zusammenarbeit im Zollwesen bringt das Abkommen eine Anerkennung von Herkunftsbestimmungen und den Schutz der Rechte des geistigen Eigentums.



Brüssel, Singapur – Der Rat der Europäischen Union hat am Freitag den Weg für das EU-Freihandelsabkommen mit Singapur endgültig freigemacht. Damit tritt es am 21. November in Kraft. Dann sinken die Zölle auf beiden Seiten. Singapur wird alle verbleibenden Zölle auf bestimmte EU-Produkte wie etwa alkoholische Getränke streichen und den derzeitigen zollfreien Zugang für alle anderen EU-Produkte unverändert lassen. Die EU wird ihren Markt für gut 80 Prozent aller Einfuhren aus Singapur öffnen und innerhalb weniger Jahre alle anderen Zölle aufheben.

Neben der verstärkten Zusammenarbeit im Zollwesen bringt das Abkommen eine Anerkennung von Herkunftsbestimmungen und den Schutz der Rechte des geistigen Eigentums. Auch die Dienstleistungs- und Investitionsmärkte in den Bereichen Telekommunikation, Umweltdienstleistungen, Ingenieurwesen, Informatik und Seeverkehr werden geöffnet. Zudem enthält der Vertrag verbindliche Verpflichtungen in Bezug auf Handel und nachhaltige Entwicklung einschließlich strenger Anforderungen in Umweltschutz und sozialer Entwicklung.

„Mit über 50.000 vornehmlich kleinen und mittleren Unternehmen, die nach Singapur exportieren, kann die Bedeutung dieses Abkommens für europäische Unternehmen nicht hoch genug geschätzt werden“, teilte Ville Skinnari, finnischer Minister für Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel, am Freitag in einer Aussendung mit. Finnland hat derzeit den EU-Ratsvorsitz inne. Unterschrieben worden war das Abkommen am 19. Oktober des Vorjahres. (APA)

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