Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 15.11.2019


Bezirk Landeck

Jetzt sind Überlegungen zu Kammer-Fusion in Landeck vom Tisch

Haus der Wirtschaftskammer Landeck bleibt am Standort Schenten, Präsident Christoph Walser kündigte Umbau binnen zwei Jahren an.

Das Haus der Wirtschaftskammer Landeck im Schenten soll binnen zwei Jahren modernisiert werden.

© WenzelDas Haus der Wirtschaftskammer Landeck im Schenten soll binnen zwei Jahren modernisiert werden.



Von Helmut Wenzel

Landeck – „Die Wirtschaftskammer-Standorte Landeck und Imst sollen in Mils bei Imst zusammengelegt werden. Ziel der Fusionierung sind Synergie-Effekte.“ Diese Idee aus dem Jahr 2016 – aus der Ära von Tirols Kammerpräsident Jürgen Bodenseer und Kammerdirektor Thomas Köhle – hatte nicht nur in den Reihen der Mitglieder für Irritationen gesorgt. Selbst Bürgermeister Wolfgang Jörg und Vize Thomas Hittler protestierten: „Die Bezirksstelle in Landeck ist ein unverzichtbarer Teil der funktionierenden Stadt.“

Bei seinem Landeck-Besuch diese Woche formulierte der amtierende Präsident Christoph Walser eine Klarstellung, die im Haus am Schenten für Aufatmen sorgte: „Die Kammer nimmt Geld in die Hand, um diese Bezirksstelle zu erneuern.“ Das Gebäude bzw. die Raumeinteilung seien nicht mehr zeitgemäß.

Bezirksstellenleiter Otmar Lader präzisierte gestern auf TT-Anfrage: „Wir werden die Bezirksstelle Landeck neu gestalten und auch im Sinne der Stadtentwicklung modernisieren. Zudem ist das Haus derzeit nicht barrierefrei erreichbar.“ Man sei zwar erst am Beginn der Konzeptphase, aber binnen zwei Jahren soll die Landecker „Wirtschaftskammer neu“ fertiggestellt werden. Zur finanziellen Größenordnung des Projekts könne er noch nichts sagen. In dem serviceorientierten Zentrum der Wirtschaft soll, so Ladner, die steigende Nachfrage nach Beratung, Information sowie Schulung und Fortbildung noch besser berücksichtigt werden. Man sei auch froh über die Zusage von Präsident Walser, den Standort der Bezirkskammer in Landeck zu stärken. Damit seien auch Überlegungen, die Kammern von Landeck und Imst unter einem Dach zu beherbergen, vom Tisch.

Otmar Ladner (Bezirksstellenleiter): „Wir möchten das Haus der Wirtschaftskammer auch im Sinne der Stadtentwicklung modernisieren.“
Otmar Ladner (Bezirksstellenleiter): „Wir möchten das Haus der Wirtschaftskammer auch im Sinne der Stadtentwicklung modernisieren.“
- Wenzel

Das Haus am Schenten ist 1984 zu Peter und Paul eröffnet worden, erinnert sich der langjährige Bezirksstellenleiter Siggi Gohm. „Da ist auch Österreichs legendärer Wirtschaftskammerpräsident Rudolf Sallinger (Anm.: 1916 bis 1992) gekommen.“ Mit dem Erweiterungsbau 1998 habe man, so Gohm, mit den Partnern Stadt Landeck und TVB den Stadtsaal errichtet.